Eltville am Rhein – Mini-Kindergarten gerettet, Eltville im kreisweiten Vergleich weiterhin auf Spitzenplatz, sehr gute Betreuungssituation zum Wohl junger Familien

FamilienStadt Eltville am Rhein lebt…

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Bürgermeister Patrick Kunkel zu Gast im Mini-Kindergarten des Mehrgenerationenhauses MÜZE. Das Angebot ist dank der Unterstützung der Stadt auch für die Zukunft gesichert. – Foto: Stadt Eltville

Eltville am Rhein – „Die FamilienStadt Eltville am Rhein lebt“, stellt Bürgermeister Patrick Kunkel fest – und meint damit nicht nur die Rettung des beliebten Mini-Kindergartens im Mehrgenerationenhaus MÜZE. Der Mini-Kindergarten hilft den unter drei Jahre alten Kindern, sich auf eine Betreuungseinrichtung einzustellen. An drei Vormittagen in der Woche verbringen die Kleinen jeweils drei Stunden mit anderen Kindern im MÜZE. „Wir haben mit einer Vereinbarung zwischen Stadt und dem MÜZE-Verein erreicht, dass diese Alternative zu einer Krippe weiterbestehen kann“, freut sich Kunkel.

„Als Vater von drei Kindern habe ich mir für mein Bürgermeisteramt auf die Fahne geschrieben, für die Familien da zu sein“, so Kunkel. Eltville könne nach den vielfältigen Anstrengungen und hohen Investitionen in den letzten Jahren mittlerweile eine Betreuungsgarantie aussprechen. Für Kunkel gehöre zur Familienfreundlichkeit auch dazu, ein Konzept für die Kinderbetreuung am Wohnort anzubieten, das alle Facetten der Betreuungswünsche abdecke.

Bürgermeister Patrick Kunkel persönlich hat das sogenannte Eltviller Modell ins Leben gerufen, das die Förderung von Kindertagespflegeplätzen ermöglicht. „Damit haben Eltern in Eltville eine echte Wahl zwischen verschiedenen Betreuungsangeboten“, betont Kunkel. Denn auch diejenigen, die ihrem unter drei Jahre alten Kind eine feste Bezugsperson bieten wollen, werden in Eltville finanziell bezuschusst.

„Auf diese Weise möchte ich die FamilienStadt Eltville im Bereich der Kinderbetreuung so attraktiv machen, dass sowohl neue Familien hierher ziehen als auch alteingesessene Familien hier bleiben“, zeigt Kunkel seine Motivation auf.

Die Stadt Eltville am Rhein bietet insgesamt elf Kindertageseinrichtungen, darunter befindet sich eine reine Krippeneinrichtung, mit insgesamt 827 Plätzen. Diese schlüsseln sich derzeit in 515 Elementarplätze für Kinder im Alter zwischen drei und sechs Jahren und 312 Plätze für Krippenkinder unter drei Jahren auf. Für all diese Einrichtungen gibt die Stadt im Jahr über 6,7 Millionen Euro aus.

„Wir haben uns mit zusammen sechs Trägern breit aufgestellt und bieten Öffnungszeiten zwischen 7 und 17 Uhr an“, beschreibt Kunkel. Die Eltern können aus verschiedenen Betreuungsmodellen zwischen 25, 30, 45 und 50 Stunden in der Woche auswählen. „Überdies bieten wir über die gesetzlich geregelte Personalausstattung hinaus ein Mehr von 20 Prozent zusätzlichem Personal für die mittelbare pädagogische Arbeit wie Kinderschutz, Elterngespräche, Entwicklungsgespräche oder Sprachstandserhebungen“, so Kunkel.

Diese zusätzliche Personalausstattung bedeute eine höhere Betreuungsqualität und bessere Flexibilität im Umgang mit den Kleinsten. „Das machen wir gerne, weil wir eine Lanze brechen wollen für die Erzieherinnen, deren Arbeit aus meiner Sicht nicht genug geschätzt werden kann“, so Kunkel.

Zur Familienfreundlichkeit der Stadt Eltville gehört für Bürgermeister Patrick Kunkel auch der finanzielle Aspekt: „Wir haben uns bei den Gebühren für eine Rabattierung für Geschwisterkinder entschieden“, betont er. Für das zweite Kind zahlen Eltern nur noch 75 Prozent der KITA-Gebühren, für das dritte Kind ist die Betreuung kostenfrei. „Wir haben auch ganz praktische Aspekte für Familien berücksichtigt und legen die Schließzeiten der Einrichtungen immer in die Schulferien“, beschreibt der Verwaltungschef. Somit entfalle für Eltern mit älteren Geschwisterkindern, die schon schulpflichtig sind, das Abdecken von zusätzlichen Schließzeiten der KITA über die Ferien hinaus.

Eltville liegt aktuell im kreisweiten Vergleich sowohl bei den unter Dreijährigen als auch im Ü3-Bereich auf einem Spitzenplatz. Aktuell hat Eltville eine Versorgungsquote von 66,8 Prozent bei den Plätzen für unter Dreijährige – gesetzlich gefordert sind 41,5 Prozent. In diese Versorgungsquote sind die Tagespflegeplätze eingerechnet. Bei den Elementarplätzen, also den drei- bis sechs Jahre alten Kindern, liegt Eltville aktuell bei einer Deckung des Durchschnittsbedarfs von 105,5 Prozent. „Damit erfüllen wir souverän die Garantie auf einen Kindergartenplatz“, so Kunkel.

„Wir haben zudem an die Zukunft gedacht und in bestehenden Elementareinrichtungen Krippenplätze geschaffen, die wir bei geringerer Nachfrage flexibel wieder in Elementarplätze umwandeln können“, erklärt Kunkel. Diese Anstrengungen für eine gute Kinderbetreuungssituation und damit für Familienfreundlichkeit gebe es nicht zum Nulltarif, so Kunkel weiter. „Wir haben dafür viel Geld in die Hand genommen, das ich persönlich für gut investiert halte.“ Dankbar sei er darüber, dass die politische Mehrheit in den städtischen Gremien dies mitgetragen habe.

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Urheber: Der Magistrat der Stadt Eltville am Rhein
Gutenbergstraße 13
65343 Eltville am Rhein

 

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