Frankfurt am Main – Der Erste Weltkrieg in den Tagebüchern Siegfried Moritz Auerbachs

Jüdisches Museum gewährt Einblicke in Schriftstücke aus seinem Archiv

Kriegstagebuecher – Copyright: Horst Ziegenfusz – Freigegeben – PIA FFM

Frankfurt am Main – (pia) Eine Lesung aus den Kriegstagebüchern, vorgetragen von Christoph Pütthoff mit einer Einführung von Michael Lenarz veranstaltet das Jüdische Museum am Mittwoch, 26. November, um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Siegfried Moritz Auerbach (1886 – 1971) war zwischen 1925 und 1928 einer der Direktoren der Metallgesellschaft in Frankfurt. Im Alter von 17 Jahren begann er Tagebuch zu schreiben. Die zwischen 1907 und 1918 in 26 Heften festgehaltenen Erlebnisse konnte die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Jüdischen Museums in diesem Sommer bei Christie’s ersteigern. Allein zwischen 1914 und 1918 füllte Auerbach acht Bände mit seinen Einträgen und sammelte mehr als 1.000 Fotografien dazu. Zum 100. Jahrestag des Kriegsausbruchs sollen die Erlebnisse und Eindrücke eines Frankfurter jüdischen Soldaten des 81. Infanterieregiments vorgestellt werden.

Der Rezitator Christoph Pütthoff wirkt seit der Spielzeit 2009/10 im Ensemble des Schauspiels Frankfurt; er ist auch Hörbuchsprecher. Michael Lenarz ist Historiker und stellvertretender Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt.

Mit „Aus dem Archiv des Jüdischen Museums“ hat das Haus eine neue Reihe begonnen. Jenseits des klassischen Ausstellungsbetriebs richtet sie den Fokus auf bedeutendes Schriftgut aus der Abteilung Dokumentation, das sonst eher im Schatten steht und wenig Aufmerksamkeit erfährt.

 

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