Mainz – Rheinland-Pfalz-Takt 2015 – Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Minister Roger Lewentz: Angebot im Nahverkehr nochmals deutlich verbessert

RLP-24 - Aus der Staatskanzlei - Aktuell -Mainz (RLP) – „Der Rheinland-Pfalz-Takt war schon bisher ein besonderes Vorzeigeprojekt des Landes mit bundesweitem Modellcharakter. Umso mehr freuen wir uns, dass wir mit dem Rheinland-Pfalz-Takt 2015 das Angebot für die Bürgerinnen und Bürger noch einmal deutlich verbessern können. Ab dem kommenden Wochenende wird die Verkehrsleistung im Schienenpersonennahverkehr schrittweise um weitere 20 Prozent ausgeweitet.“ Das sagten Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Infrastrukturminister Roger Lewentz heute bei der Vorstellung des Rheinland-Pfalz-Taktes 2015 in der Staatskanzlei.

„Wir wollen ein Verkehrssystem, das die Mobilität aller Menschen flächendeckend, umweltverträglich, sozialverträglich und barrierefrei gewährleistet. Für uns ist der Öffentliche Personennahverkehr ein wesentlicher Bestandteil eines solchen nachhaltigen Verkehrssystems“, betonte Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Der Erhalt und die Erweiterung des Angebotes im schienengebundenen Regionalverkehr durch den Rheinland-Pfalz-Takt 2015 seien Schwerpunkte der Verkehrspolitik der Landesregierung. Die Mobilitätsbedürfnisse, insbesondere in den ländlichen Räumen, würden sich in den kommenden Jahren wegen des demographischen Wandels verändern. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Unser Ziel ist es, den Öffentlichen Personennahverkehr sowohl in den Ballungsräumen als auch in der Fläche zu erhalten und den Menschen eine bequeme, umweltverträgliche und kostengünstige Mobilität zu sichern.“

Als „große Herausforderung“ bezeichnete die Ministerpräsidentin die Information der Fahrgäste über die neuen Angebote. Bis zur letzten Minute sei am Fahrplan gefeilt worden. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Ich darf daher heute durchaus mit Stolz feststellen, dass wir unsere Versprechen mehr Direktverbindungen, kürzere Fahrzeiten zwischen den Regionen, bessere Erreichbarkeit der Zentren sowie mehr Komfort und Service einhalten konnten.“

Minister Roger Lewentz wies darauf hin, dass mit der Vlexx GmbH ein neues Unternehmen im Eisenbahnverkehr seine Arbeit aufnehme. „Ein wichtiger Schritt war dabei die Rekrutierung von Personal. Zwar fallen durch den Betreiberwechsel auch Stellen bei der DB Regio AG weg, die dort nicht mehr benötigt werden, insgesamt ist aber ein großer Teil der rund 250 Kollegen bei der Vlexx GmbH neu eingestellt. Dafür haben unter anderem unsere gestiegenen Anforderungen an die personelle Besetzung in den Zügen gesorgt. Künftig wird der freundliche Zugbegleiter nicht nur bei Vlexx, sondern auch auf vielen anderen Linien wieder zum Alltag der Fahrgäste gehören. Das gibt vielen Fahrgästen auch ein besseres Sicherheitsgefühl“, sagte der Infrastrukturminister.

Roger Lewentz sagte, viele der neuen Verbesserungen seien durch Investitionen in die Infrastruktur erreicht worden. Beispielhaft nannte er den neuen Kreuzungsbahnhof in Wörrstadt, der für sieben Millionen Euro realisiert wurde, die Elektrifizierung der Strecke zwischen dem saarländischen Türkismühle und Neubrücke an der Nahe sowie verlängerte Bahnsteige, um längeren Zügen zu genügen. „Der Rheinland-Pfalz-Takt 2015 ist nicht nur ein Betriebsprogramm, sondern dazu gehört auch ein erhebliches investives Programm. Geld, das wir zielgerichtet eingesetzt haben, weil es vielen Fahrgästen zugutekommt“, betonte Infrastrukturminister Roger Lewentz.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Minister Roger Lewentz machten deutlich, dass zur nachhaltigen Sicherung und zum Ausbau des Rheinland-Pfalz-Taktes eine bedarfsgerechte Ausstattung der Länder mit den sogenannten Regionalisierungsmitteln erforderlich sei. Ministerpräsidentin Malu Dreyer: „Mit diesen Bundesmitteln werden die Länder in die Lage versetzt, ihrer Aufgabe der Daseinsvorsorge im Schienenpersonennahverkehr und im öffentlichen Personennahverkehr nachzukommen. 2015 steht eine Revision dieser Mittel an, und die Länder haben durch einen Gutachter ermitteln lassen, dass im kommenden Jahr der bundesweite Bedarf dieser Mittel 8,5 Milliarden Euro beträgt und diese Mittel anschließend pro Jahr zur Abdeckung von Kostensteigerungen um 2,5 Prozent erhöht werden müssen.“ Jetzt liege es an der Bundesregierung, möglichst schnell Klarheit über die künftige Mittelausstattung der Länder zu schaffen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter http://www.der-takt.de/takt-hintergrund/takt-2015/artikeldetails/artikel/unterlagen-pressekonferenz.html

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Text: Staatskanzlei

 

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