Hessen-Tageblatt - Presseportal - Hanau -Stadt Hanau – „Ein bedeutender Teil unseres Innenstadt-Umbaus bestand stets darin, die Qualität unserer Plätze zu verbessern. Das ist uns am Altstädter Markt, auf Freiheits- und Marktplatz zweifelsohne gelungen, jetzt ist der Platz an der Wallonisch-Niederländischen Kirche an der Reihe.“ So reiht Oberbürgermeister Claus Kaminsky die bevorstehende Entscheidung darüber ein, an der Kirche die 120 Parkplätze zu Gunsten einer Grünfläche ganz wegzunehmen und an der Französischen Allee von 62 auf 46 zu reduzieren.“ Dieser Schritt gehöre zum städtebaulichen Aufschwung der gesamten südlichen Innenstadt.

„Die favorisierte Planungsvariante greift den historischen Renaissance-Grundriss wieder auf und richtet den wie im Wettbewerblichen Dialog versprochenen grünen, autofreien Platz an der Wallonisch-Niederländischen Kirche in gerade Linien aus.“ So fasste Stadtrat Thomas Morlock in der jüngsten Sitzung des Struktur- und Umweltausschusses das zusammen, was Magistrat und Koalition den Stadtverordneten empfehlen, wie der Platz an der Französischen Allee ab Frühjahr 2019 umgebaut werden soll.

Diese Planungsvariante sei auch die meistgenannte unter knapp 400 Stimmabgaben bei der „erfreulich gut besuchten zweitägigen Bürgerbeteiligung“ gewesen, stellt OB Kaminsky heraus. Sie verbinde verschiedene Interessenlagen in einem „fairen Kompromiss, der es bei künftig sich womöglich ergebenden neuen Sichtweisen auch zulässt, mit wenig Aufwand die Autoabstellflächen aufzugeben“. Sie sei ein „absolut vertretbarer Mittelweg“ zwischen den Positionen von Menschen, die den jetzigen Parkplatz an der Kirche gerne beibehalten hätten, und denen, die an der Französischen Allee überhaupt keine Parkplätze mehr wollten.

Er und Morlock sind zuversichtlich, dass der Vorschlag mit 46 Parkplätzen um den neugestalteten autofreien Kirchplatz herum auf eine breite Mehrheit bei Bevölkerung und Stadtverordneten stoße. Das habe zuletzt auch die Resonanz auf die Unterschriftensammlung des Marktbeschicker-Vereinsvorsitzenden Peter Krebs gezeigt.

Stadtrat Morlock ist wichtig, dass die Stadt den Anwohnern entgegen komme, die gegen jeden Parkplatz in der Französischen Allee sind. So sollen die Autos an der Ostseite so abgestellt werden, dass sie vor allem die Menschen im Erdgeschoss des neuen Baugesellschaft-Gebäudes weniger stören. „Dieses Drehen auf Längsparken lässt zwölf Abstellplätze wegfallen“, betont er. Darüber hinaus werde der Straßenverkehr beruhigt durch künftig vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit von 7 bis 11 Stundenkilometer, durch das Kappen der Durchfahrt zwischen Kirche und Sparkasse und engeren Fahrbahnen mit Aufheben des Einbahnverkehrs. Schließlich seien die Parkplätze so markiert, dass die rückgebaut werden könnten, wenn für sie kein bedarf mehr bestehe.

Morlock ist sicher, dass der neugestaltete Platz die Wallonisch-Niederländische Kirche „wieder in den Mittelpunkt der Betrachtung stellt, ohne dass heutige Nutzungsanforderungen vernachlässigt werden“. Wenn wie geplant von 7765 Quadratmetern Fläche 42 Prozent von Pflanzen bestimmt und mit 35 Bäumen bestanden sei, so sei der Begriff „grüne Lunge“ angebracht. Bei dieser Variante der offenen Platzgestaltung sei auf der Südseite der meiste Platz für das Baumraster nach historischem Vorbild gegeben.

Dort soll ein Neustadt-Sitzplan als Kunstwerk von Professor Claus Bury als „begehbare Erinnerungsinsel“ dafür sorgen, dass „die Stadtgeschichte haptisch erfahrbar wird“, wie es OB Kaminsky ausdrückt. Er sieht darin ein „kulturelles Ausrufezeichen mitten in der Stadt“, womit sich Hanau „von der Austauschbarkeit der Städte abhebt“.

Eine große, gepflasterte Fläche um die Kirche direkt herum ermöglicht auf der Nordseite einen Ausbau der Fußgängerzone, das Ausdehnen möglicher Außengastronomie und Raum für kleinere Veranstaltungen im Freien. Wenn Büsche und parkende Autos, wie heute gegeben, verschwunden seien, werde der barrierefreie Platz übersichtlicher und bietet den Menschen mehr Sicherheitsgefühl, erläutert Stadtrat Morlock.

Über den Umbau des Kirchplatzes hinaus sieht OB Kaminsky die südliche Innenstadt in einer „hervorragenden Entwicklung, von der wir vor wenigen Jahren noch nicht zu träumen gewagt hätten“. So folge städtischerseits von 2018 bis 2020 die Umgestaltung von Karl-Röttelberg-Straße, Alt-, Hahnen- und Lindenstraße sowie der Französischen Allee.

Für 2019 habe die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte/Wohnstadt den Neubau-Start von 150 Wohneinheiten an Stelle abzureißender Häuser mit 98 Wohnungen zwischen Hahnenstraße, Gärtnerstraße und Steinheimer Straße angekündigt. Die dafür nötigen Grundstücke habe die Nassauische Heimstätte bisher in Erbpacht bebaut. Für den jetzt anstehenden, vom Magistrat gebilligten Verkauf erlöse die Stadt Hanau knapp drei Millionen Euro. „Das tut uns nicht nur städtebaulich, sondern auch im Haushalt gut“, freut sich Kaminsky.

Auch die städtische Baugesellschaft wolle ihren Wohnblock zwischen Calvinstraße und Karl-Röttelberg-Straße modernisieren. Die „Initialzündung für die Entwicklung der südlichen Innenstadt“ habe sie schon im vorigen Jahrzehnt mit dem Bau von 15 Wohnhäusern in der Gärtnerstraße gegeben. In den vergangenen Jahren habe sie zudem ihre Liegenschaften auf der anderen Seite der Gärtnerstraße saniert und modernisiert, ebenso in der Calvinstraße. 2016 schließlich sei das Mehrfamilienhaus mit 57 Wohnungen auf der Ostseite der Französischen Allee bezugsfertig gewesen.

Dort gebe es ebenso eine Tiefgarage wie unter dem Westcarré, einem Wohnblock mit 150 Eigentumswohnungen der BPD Immobilienentwicklung GmbH. Diese Auto-Stellplätze trügen ebenso zur Entlastung im Straßenraum bei wie der neue Parkplatz samt Carsharing-Angebot, den die Baugesellschaft in der Calvinstraße errichtet habe, und die Parkplätze am Wallweg. Darüber hinaus entsteht eine neue Tiefgarage unter den Neubauten der Nassauischen Heimstätte.

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Urheber: Stadt Hanau
Öffentlichkeitsarbeit
Am Markt 14-18
63450 Hanau

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