Gesundheitsmagazin / Umwelt – Gut für’s Klima: Gesunde Raumluft im Büro

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Grade in der Stadt ist gute Raumluft WICHTIG!

Gesundheitsmagazin – Dass ein gutes Klima am Arbeitsplatz mehr umfasst als die gute Zusammenarbeit der Kollegen. Es zeigt sich allein darin, dass wir in überhitzten oder unterkühlten Räumen nicht unsere optimale Leistung abrufen können. Doch wie sorgt man im Büro für eine gute sowie gesunde Raumluft? Hier kommen einige Tipps und Tricks, wie man im Handumdrehen das Raumklima verbessern und einrichten kann.

Was ist eigentlich Raumklima?

Hierbei spielen mehrere Faktoren zusammen, denn zu einem guten Raumklima gehören Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftzirkulation sowie Luftqualität. Eine perfekte Raumtemperatur in einem geschlossenen Büroraum liegt bei 21°C und sollte keinesfalls die 26°C-Marke überschreiten. Schützen Sie also den Raum vor direkter Sonneneinstrahlung zum Beispiel durch Rolladen oder durch eine Dämmung. Beim Thema Luftfeuchtigkeit im Büro hat sich der empfohlene Richtwert bei 50 Prozent eingependelt. Um diese ideal zu halten gibt es sowohl Luftbefeuchter als auch Luftentfeuchter. Um eine gewisse Luftqualität zu halten, gibt es ebenfalls einige Maßnahmen: Am geeignetsten hierfür sind Filter, die die Qualität aktiv beeinflussen können wie zum Beispiel Ionisationsgeräte, Aktiv-Kohle-Filter oder auch Feinstaubfilter.

Wie reinigt man Luft?

Staubwischen und Staubsaugen allein reicht nicht aus, um auch reine Luft in Räumen zu erhalten. Immer wieder wird die Luft nämlich durch schädliche Substanzen wie Feinstaubpartikel, Pollen, Viren oder chemische Verbindungen verunreinigt. Solcherart belastete Luft sorgen nicht nur unterbewusst für schlechte Laune, sondern auch für Konzentrationsschwierigkeiten sowie Müdigkeit und können sogar zu Krankheiten führen. Im Bezug auf schlechte Büroluft wird sogar von einer eigenen Erkrankung, dem „Sick-Building-Syndrom“ gesprochen: Sollten mehrere Mitarbeiter unter dieser gebäudebezogene Gesundheitsstörung leiden, sollte man sich dringend um eine gesunde Raumluft ohne Schadstoffe darin kümmern. Abhilfe schafft hier so genannte Luftreiniger, die mit Ventilatoren ausgestattet sind, die durch einen Filter die Luft quasi „säubern“. Eine gute Auswahl an Luftreinigern, Luftwäschern und Luftbefeuchtern gibt es im Fachhandel. Neben diesen Geräten sind jedoch auch Pflanzen eine gute Maßnahme, um das Klima zu verbessern: Das Grün beruhigt nicht nur Auge und Geist, sondern verbessert auch die Luftqualität. Bekanntermaßen entnehmen Pflanzen der Luft CO2 und wandeln dieses in Sauerstoff um: Besonders empfehlenswert sind hier großblättrige Pflanzen wie der Kolbenfaden. Es gibt sogar Pflanzen, die Schadstoffe aus der Luft ziehen und somit doppelt für Büroräume geeignet sind.

Wie verhält man sich je nach Jahreszeit richtig?

Das richtige Raumklima im heißen Sommer zu haben, aber auch im kalten Winter ist gar nicht so schwierig, wenn man sich an ein paar Regeln hält: So ist es bei Hitzephasen wichtig, gut durchzulüften, jedoch nicht zu den heißen Tageszeiten. Am besten in der Früh alle Fenster weit aufmachen und dann noch einmal abends, wenn die Sonne untergegangen ist. Ventilatoren sind zudem ein gutes Mittel, die Luft im Raum gut zu verteilen. Sie sorgen für ein kühles sowie angenehmes Gefühl, dass uns wieder geistig durchatmen lässt. Im Winter sind hingegen Heizstrahler enorm wichtig, denn diese versorgen auch die Teile des Büros mit genügend Wärme, die weiter von der Gemeinschaftsheizung entfernt liegen. Mit ihnen kann man schließlich nicht nur die Temperatur regeln, sondern darüber hinaus auch die wichtige Intensität des Luftstroms.

Ein gesundes Raumklima ist nicht nur ein nettes Accessoire im Alltagsleben, sondern ein wichtiger Beitrag zu Motivation und Effektivität. Schließlich verbringen die meisten von uns über acht Stunden im Büro, so dass dieses genauso wie das Zuhause liebevoll und sinnvoll eingerichtet werden sollte. Der Arbeitgeber sollte also in eine gesunde Raumluft investieren, indem er Pflanzen aufstellt, Luftreiniger sowie -befeuchter oder Klimaanlagen installiert. In Workshops könnten den Mitarbeitern gezeigt werden, wie diese idealerweise eingestellt werden und wie man durch ein gutes Raumklima lästige Dinge wie trockene Augen, Erkältungen oder Konzentrationsstörungen vermeiden kann. Das Ergebnis sind nicht nur gesündere, sondern auch ausgeglichenere und entspanntere Mitarbeiter. So steigert man nicht nur die Arbeitsqualität, sondern letztendlich auch die Lebensqualität enorm!

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Hessen-Tageblatt – Redaktion Gesundheit

 

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