Frankfurt am Main – Vortrag: Sammlung des Ledermuseums während der NS-Zeit im Institut für Stadtgeschichte

Hessen-Tageblatt - Presseportal - Frankfurt am Main -Frankfurt am Main – Vortrag: (kus) Am Montag, 20. Februar, setzt Beatrix Piezonka vom Museum im Kulturspeicher Würzburg die Vortragsreihe „Gesammelt, gehandelt, geraubt.

Kunst in Frankfurt und der Region zwischen 1933 und 1945“, die das Institut für Stadtgeschichte gemeinsam mit der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte veranstaltet, fort. Unter dem Titel „Anschließend war ich bei Hahn auf der Versteigerung (…)“ berichtet die Provenienzforscherin über die Sammelstrategie des Deutschen Ledermuseums während der NS-Zeit.

Mithilfe der Zuwendungen zumeist jüdischer Mäzene gründete der Architekt Hugo Eberhardt 1917 das Deutsche Ledermuseum. Das Museum bezog 1938 das „Alte Lagerhaus“ in Offenbach, in dem es noch heute seinen Sitz hat. Finanzieller Gönner dieser Erweiterung war Reichskanzler Adolf Hitler.

Auch die Sammlung wuchs während der NS-Zeit enorm: Die Zahl der Objekte hat sich in den Jahren 1933 bis 1945 mehr als verdoppelt. Die breit gefächerten Bestände stammen aus der Offenbacher Lederwarenindustrie sowie dem Frankfurter Kunsthandel – und zuweilen aus „nichtarischem“ Besitz. Der Vortrag beleuchtet die Erwerbungs- und Sammelstrategie des Museums während des Nationalsozialismus.

Beginn der Veranstaltung ist 18.30 Uhr. Die Teilnahme kostet 4, ermäßigt 3 Euro. Mitglieder der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte erhalten mit Ausweis freien Eintritt. Weitere Informationen unter http://www.stadtgeschichte-ffm.de und http://www.geschichte-frankfurt.de .

 

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