Stadt Hanau – „Gute Rahmenbedingungen für bestmögliche Lösungen“ – Vermittlungsangebot von OB Kaminsky stößt auf positive Resonanz

Hessen-Tageblatt - Presseportal - Hanau -Stadt Hanau – „Ich habe den überzeugenden Eindruck gewonnen, dass die Geschäftsleitung und der Betriebsrat gemeinsam an einem Strang ziehen, um in dieser für alle nicht leichten Situation eine gute Vereinbarung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern von Goodyear Dunlop zu treffen“, bewertet Hanaus Oberbürgermeister Claus Kaminsky sein Treffen mit Geschäftsführer John Ries, Gabriele Velte (Direktorin Government Affairs) sowie dem Betriebsratsvorsitzenden Herbert Sandner am Freitag Vormittag als positiv und konstruktiv.

„Natürlich hat auch mich die Nachricht von einem Stellenabbau in der Größenordnung von 610 Arbeitsplätzen im ersten Moment betroffen gemacht, aber es ist nicht meine Art und auch nicht meine Aufgabe, in dieser Betroffenheit zu verharren, deshalb habe ich umgehend das Gespräch gesucht,“ macht der OB deutlich, dass sich die Stadt der Bedeutung des Unternehmens sehr bewusst ist. „Dunlop mit seiner 125-jährigen Geschichte ist ein starkes Stück Hanau.“ Deshalb habe man von jeher einen ausgewogenen Interessensausgleich gesucht.

Das zeigt sich nach seinen Worten auch in dem sehr guten Miteinander und der größtmöglichen Rücksichtnahme auf die betrieblichen Interessen bei der Entwicklung von Pioneer. Ähnlich werde es die Stadt auch bei Sportsfield Housing halten, für das sie nach der Schließung der Erstaufnahme durch das Land das Erstzugriffsrecht ausüben werde. „Selbstverständlich werden wir unser künftiges Eigentum so entwickeln, dass die Chancen für Dunlop nicht beeinträchtigt werden. Wir erhoffen uns im Gegenzug, dass die geplanten Investitionen des Unternehmens sich so auswirken, dass die Stadt für die Entwicklung des Areals die größtmöglichen Gestaltungsspielräume erhält.“

Die Investitionen in Höhe von 73 Millionen Euro am Standort Hanau, die nach den Worten von Geschäftsführer Ries die höchsten in der Geschichte des Hanauer Traditionsunternehmens sind, und die damit einhergehenden Modernisierungen sind unter zwei Gesichtspunkten höchst begrüßenswert, so der OB weiter. Zum einen sichert dieser Erneuerungsprozess die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts und damit die verbleibenden Arbeitsplätze. Gleichzeitig profitiere das städtische Umfeld durch spürbare Verbesserungen hinsichtlich der Lärm-, Luft- und Geruchsbelastungen.

Lob gab es vom Hanauer OB für den transparenten Umgang und die offene Kommunikation der Geschäftsleitung, die der Betriebsratsvorsitzende Herbert Sandner bestätigte. „Erfolgreiche Unternehmensführung muss zum richtigen Zeitpunkt auch unbequeme, Betroffenheit auslösende Entscheidungen treffen und so die Verantwortung für die Sicherung von Arbeitsplätzen an den Tag legen“, so Kaminsky. „Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass-Forderungen sind in diesem Fall nicht zielführend.“

Durch das planvolle Vorgehen der Goodyear-Spitze sind nach den Worten des OB die notwendigen Rahmenbedingungen für ein geordnetes Verfahren geschaffen worden. Die gute Kooperation in der Vergangenheit lasse ihn darauf vertrauen, dass sich das Unternehmen an seine Zusicherung eines sozialverträglichen Stellenabbaus halte. Der auf drei Jahre angelegte Prozess eröffne die reelle Chance, bestmögliche Lösungen für jene Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu finden, deren Arbeitsplätze künftig entfallen müssen, ist sich Kaminsky sicher. „Sollten Sie bei den Verhandlungen zu irgendeinem Zeitpunkt den Eindruck haben, der Hanauer Oberbürgermeister sollte vermittelnd eingeschaltet werden, komme ich gern zu einer Gesprächsrunde dazu,“ lautete abschließend das Angebot des OB, das sowohl auf Seiten des Betriebsrates als auch bei der Geschäftsleitung auf positive Resonanz gestoßen ist.

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