Wiesbaden – Stadtentwicklung: Nächster Schritt für das Ostfeld – vorbereitende Untersuchungen werden veröffentlicht

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende: „Breit angelegte Debatte über Zukunftsprojekt führen“

Hessische-Nachrichten - Wiesbaden - Aktuell -Wiesbaden – Der umfangreiche Bericht der Stadtentwicklungsgesellschaft SEG über die vorbereitenden Untersuchungen zur Entwicklung des Ostfelds mit Anlagen wird jetzt der Öffentlichkeit, den betroffenen Ortsbeiräten und den politischen Gremien zugänglich gemacht. Nachdem der Magistrat heute die umfangreichen Unterlagen zur Kenntnis genommen hat, sollen diese nun öffentlich diskutiert und bewertet werden.

Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende will sich zusammen mit Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler dem Projekt Ostfeld intensiv widmen. Beide sehen darin ein bedeutendes Vorhaben für die Zukunft der Landeshauptstadt. „Die Veröffentlichung des Berichts ist der nächste Schritt, um auf der Basis breiter Beteiligung und großer Transparenz das Projekt in der Stadtgesellschaft zu diskutieren“, sagte Mende.

„Wenn wir erkennbar etwas für bezahlbaren Wohnraum und ein ausreichendes Arbeitsplatzangebot in Wiesbaden tun wollen, benötigen wir aus meiner Sicht das Ostfeld“, so Oberbürgermeister Mende. „Eine Vorentscheidung über das Projekt ist aber mit der Veröffentlichung des Berichts nicht verbunden, sondern damit beginnt eine auf Fakten und gründlichen Erhebungen beruhende Debatte.“

Unter der Federführung des Stadtentwicklungsdezernates wird auf der Grundlage der bisherigen Voruntersuchungen in den folgenden Monaten ein Satzungsentwurf erarbeitet, welcher der Stadtverordnetenversammlung einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen unterbreiten wird. „Wir wollen der Bevölkerung und den politischen Gremien einen Weg aufzeigen, wie das Ostfeld den Herausforderungen von zusätzlichen Siedlungs-, Büro- und Gewerbeflächen gerecht wird. Umwelt-, Verkehrs-, Klima- und viele weitere Gesichtspunkte werden dabei mit aller Sorgfalt berücksichtigt“, versichert der zuständige Stadtentwicklungsdezernent.

Bevor die Beratungen der politischen Gremien beginnen können, musste zunächst der Magistrat die zusammengetragenen Informationen grundsätzlich zur Kenntnis nehmen. Unmittelbar danach erhalten alle Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung die Unterlagen. Ab morgen, Mittwoch, 17. Juli 2019, werden der 316-seitige Bericht über die vorbereitenden Untersuchungen als auch die umfangreichen Anlagen auch auf der Homepage https://dein.wiesbaden.de/ostfeld als Downloads öffentlich abrufbar sein. Der Stadtpolitik sowie der interessierten Öffentlichkeit wird daher für die Sichtung und für Erklärungen so viel Zeit wie nötig zur Verfügung gestellt.

Um weiterhin eine größtmögliche Transparenz und Information zu gewährleisten, und um aufkommende Fragen möglichst früh beantworten zu können, gibt es prozessbegleitend auch weiterhin regelmäßig Informationsveranstaltungen. Die Projektleitung und weitere Verantwortliche bieten auch gerne persönliche Gespräche an. Um einen sachlichen und konstruktiven Austausch, auch mit den dem Projekt weniger positiv Zugewandten, sind die Verantwortlichen sehr bemüht.

„Dabei wird die SEG auch Stellung nehmen zur bereits öffentlich geführten Debatte, wonach angebliche geringere Kaltluftströme oder unzureichende Frischluftentstehung im Untersuchungsgebiet zu befürchten seien“, sagt Kessler. Bezüglich der klimaökologischen Auswirkungen einer neuen Bebauung im Bereich Ostfeld sei es wesentlich, die Veränderung von Kaltluftproduktion und -abfluss auf der Fläche und im Umfeld zu kennen, weist der Stadtentwicklungsdezernent den Vorwurf der gegen das Ostfeld positionierten Bürgerinitiative, man hätte falsch gemessen, zurück. Wissenschaftlich unumstritten würden hierfür die Temperaturunterschiede und das Kaltluftgeschehen kurz vor Sonnenaufgang betrachtet. Mögliche Störungen seien zu diesem Zeitpunkt am deutlichsten sichtbar. Die Analyse eines anderen Zeitraums könne die Wirkung einer neuen Bebauung nicht in dem Maße darstellen und würde zu einer verharmlosenden Betrachtung führen. Der Vorschlag der Simulation eines anderen Zeitraums sei daher weder wissenschaftlich/methodisch noch im Hinblick auf die exakte Beschreibung der bioklimatischen Wirkungen sinnvoll.

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