Breuna / Wolfhagen – Erfolgreiches Integrationsmodell: Praktika für Asylbewerber

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Auf dem Foto sieht man von links nach rechts Martin Köhler, Issa Maro, Salem Bibo Hasan, Tamara Klapp und Farman Fatullah im Truck Wash-Betriebsraum. – Foto: Landkreis Kassel

Breuna / Wolfhagen – „Die ersten Erfahrungen sind sehr gut – die drei Asylbewerber, die bei uns ein Praktikum machen, erfüllen unsere Erwartungen und auch die Zusammenarbeit mit dem Landkreis läuft gut“, bilanziert Martin Köhler, Betriebsleiter der TruckWash-A44 GbR im Gewerbegebiet Hiddeser Feld an der Autobahnausfahrt Breuna.

Seit Anfang November sind drei Asylbewerber aus dem Irak, die in der Gemeinschaftsunterkunft des Landkreises in Breuna wohnen, bei Truck Wash beschäftigt. „Wir freuen uns sehr, dass diese Praktika zustande gekommen sind“, bestätigt Tamara Klapp, Leiterin der Breunaer Gemeinschaftsunterkunft. Für die drei Asylbewerber aus dem Irak biete das Praktikum die Möglichkeit, die Integration in Deutschland einfacher zu meistern.

„Sprach- und Integrationskurse sind das eine – eine Arbeitssituation, in der man gezwungen ist, Deutsch zu reden und sich mit den Kollegen auszutauschen ist der viel bessere Weg, Integration zu leben, als nur in der Theorie“, bestätigt Kreispressesprecher Harald Kühlborn die Erfahrung des Landkreises mit Praktika für Asylbewerber.

Auch den Flüchtlingen selbst gefällt es gut im Breunaer Unternehmen. Für Faman Fatullah, Issa Maro und Salem Bibo Hasan sind die Anforderungen bei Truck Wash etwas Neues, aber sie sind mit viel Engagement dabei, ihre neue Aufgabe zu bewältigen. „Zu den Aufgabenbereichen gehört die Außenwäsche von LKWs, die Innenreinigung von Kofferaufsätzen und von Tankwagen“, berichtet Betriebsleiter Köhler. Da dies „alles professionell und effizient erfolgen muss, sind diese Tätigkeiten auch für deutsche Neuanfänger eine Herausforderung“, so Köhler weiter.

Die Idee, Praktikumsstellen für Flüchtlinge anzubieten, sei zum einen durch die Ansprache durch die Gemeinschaftsunterkunft entstanden, aber auch aus „der Not geboren, da wir Personalbedarf haben, den wir mit Hilfe des Jobcenters oder der Arbeitsagentur nicht decken können“, erläutert Köhler abschießend.

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Text: LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
Wilhelmshöher Allee 19 – 21
34117 Kassel

 

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