Lahnstein – Entscheidungsträger besichtigten gemeinsame Kläranlage Lahnstein/Braubach

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Die Mitglieder der beiden Werkausschüsse Lahnstein und VG Loreley vor der neuen Klärschlammpresse, deren Anschaffungskosten sich schon bald amortisiert haben sollen. – Foto: Freigegeben – Stadt Lahnstein

Lahnstein (RLP) – Nach den Kommunalwahlen im Mai 2014, waren die kommunalen Ausschüsse personell neu zu besetzen. So auch der Werkausschuss, der unter anderem für den Aufgabenbereich der Abwasserbeseitigung und somit konkret auch für die von den Städten Lahnstein und Braubach gemeinsam genutzte Kläranlage zuständig ist. Um den teils neuen Ausschussmitgliedern einen besseren Einblick in das Aufgabenfeld zu ermöglichen, besichtigten nun die Lahnsteiner Entscheidungsträger, zusammen mit den Kollegen der Verbandsgemeinde Loreley, die Kläranlage in der Sustaplast-Straße.

Bürgermeister Adalbert Dornbusch konnte hierzu den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Werner Groß, die Mitglieder der beiden Werkausschüsse von Lahnstein und der VG Loreley sowie die jeweiligen Verwaltungsmitarbeiter begrüßen.

Die einzelnen Anlaufstationen wurden durch den Lahnsteiner Werkleiter, Thomas Becher, den Abwassermeister, Rainer Nengel und Hans-Joachim Lampe-Booms, Entwässerungsexperte der Süwag, ausführlich erläutert.

Es wurde deutlich, dass die beiden Ausschüsse, die sich bereits in der Vergangenheit mit erheblichen Investitionen befassen mussten, dies auch in der Zukunft werden tun müssen. Die Investitionen dienen in erster Linie der Erneuerung verschiedener Anlagenteile, gleichzeitig wird aber auch darauf geachtet, damit technische und wirtschaftliche Verbesserungen zu erzielen.

Die neue Klärschlammpresse, die am Besichtigungstag montiert wurde und die das 30 Jahre alte Vorgängermodell ersetzt, ist hierfür bestes Beispiel. Die Anschaffungskosten von rund 370.000 Euro werden sich durch einen deutlich besseren Entwässerungsgrad und somit sinkender zu entsorgender Klärschlammmengen bereits nach wenigen Jahren amortisieren. Darüber hinaus konnten die Entsorgungskosten nach Durchführung einer europaweiten Ausschreibung für die nächsten 5 Jahre deutlich gesenkt werden.

Bevor das in 2015 für ca. 350.000 Euro zu sanierende Regenrückhaltebecken besichtigt wurde, warfen die Ausschussmitglieder auch einen Blick auf die bereits 2012 erneuerte Rechenanlage. Im Anschluss ging es dann zur Gebläsestation, die spätestens 2016 erneuert werden soll. Gleichzeitig ist eine hochwasserfreie Installation der Technik vorgesehen.

Vorbei an den Vor- und Nachklärbecken führte der Weg am Ende zum Blockheizkraftwerk, das 2011 in Betrieb genommen wurde. Im Rahmen der Thematik „Energieoptimierung Kläranlage“ wurde damals die Maßnahme mit Blick auf die ständig steigenden Energiekosten vorangetrieben. Das Faulgas, das komplett im Blockheizkraftwerk verbrannt wird, liefert rund ein Drittel des Stroms für den Eigenbedarf der Kläranlage und Wärme für den Faulturm sowie die Gebäudeheizung.

Um die gute Zusammenarbeit der beiden Werkausschüsse weiter zu fördern, lernten sich die Mitglieder der beiden Werkausschüsse nach Abschluss der Besichtigung bei einem kleinen Umtrunk kennen. Eine gute Basis für die künftig zu treffenden Entscheidungen im Bereich der Kläranlage.

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Text: Stadt Lahnstein

 

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