Wiesbaden – Vortrag im Stadtarchiv: „Die Spielbank in Wiesbaden“

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Die Spielbank in Wiesbaden – Foto: Archiv

Wiesbaden – Zu einem Vortrag von Dr. Bernd-Michael Neese zum Thema „Die Spielbank in Wiesbaden (1800–1872)“ lädt das Stadtarchiv, Im Rad 42, am Mittwoch, 2. November, um 19 Uhr ein.

Aus zwei Gründen kam dem Glücksspiel bei der Aufwertung des Kurorts Wiesbaden im 19. Jahrhundert ein besonderer Stellenwert zu – zum einen zog es viele Kurgäste mindestens ebenso magisch an wie das heiße Quellwasser, zum anderen ermöglichte es überhaupt erst die Finanzierung eines exklusiven Ambientes aus Prachtbauten mit beschaulichen Grünanlagen. Was das Glücksspiel nach der Eröffnung des „Conversationshauses“ im Mai 1810 als Geldquelle so kräftig sprudeln ließ, war die Erteilung einer exklusiven Spielkonzessionen an den Pächter des neuen Etablissements und das flankierendem Verbot, dieses Vergnügungsangebots an anderen Orten in Wiesbaden und im gesamten Umland.

Nach 1835 stieg die Spielbank im Kursaal zu einem regelrechten Großbetrieb auf, dessen Erträge den Gesamtetat der Stadt bei weitem übertrafen und freigiebig genutzt wurden, um die Stadterneuerung voranzutreiben. Beispiele für solche Maßnahmen sind unter anderem: die Errichtung der Trinkhalle am Kochbrunnen, der Bau der Promenade am Kochbrunnen, die Anlegung der Parkanlage „ Warmer Damm“, die Überwölbung des Salzbachs. Diese und andere zentrale Aspekte des Spielbankbetriebs stellt Neese in einem faktenstarken und reich bebilderten Power-Point-Vortrag anschaulich dar.

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