Alfeld – Nein es war nicht Schneewittchen: 15-Jährige verirrt sich in der Dunkelheit in den Sieben Bergen

Deutschland-24.com - Niedersachsen - Aktuell -Alfeld (NI) – (kna). Am Ostersamstag, gegen 21 Uhr, teilte eine 15-Jährige über ihr Handy der Polizeieinsatzzentrale in Hildesheim mit, dass sie sich in den ‚Sieben Bergen‘ verirrt hätte.

Auf Nachfrage konnte das völlig verwirrte und verängstigte Mädchen angeben, dass es von der „Adamis-Hütte“, oberhalb des Alfelder Ortsteiles Eimsen losgegangen sei, um den Sonnenuntergang zu beobachten. Vermutlich hat sie dabei mit ihrem Handy derart „gedaddelt“, dass sie die Orientierung völlig verlor.

Überall Dunkelheit, eine Dreiwegekreuzung, kein Lichtschein zu erkennen und ein Wildschwein, welches sie beinahe umgerannt hätte. Totale Panik stellte sich ein. Die Handyverbindung nur mit Aussetzern möglich. Die Einsatzzentrale in Hildesheim wollte gerade das „große Programm“ (Hubschrauber / Hunde / Ortung pp. ) anfahren.

Der diensthabende, erfahrene Beamte der Alfelder Polizei lehnte zunächst ab und nahm über Handy Kontakt mit dem Mädel auf. Trotz der Verbindungsschwierigkeiten konnte er die junge Dame beruhigen und sie anleiten, weiter in Richtung Westen, dort wo die Sonne untergegangen war und bergabwärts auf den Waldwegen zu gehen.

Zwischenzeitlich wurde eine Funkstreife entsandt, welche oberhalb von Eimsen mittels Blaulicht versuchte, dem Mädchen Orientierungshilfe zu geben. Nach knapp einer halben Stunde gelang das Rendezvous zwischen Streifenwagen und der Vermissten, welche sichtlich erleichtert war.

Diese wurde zu ihrer Familie an der Adamis-Hütte gebracht, wo sie mit erleichterter Begeisterung empfangen wurde. Wie sich herausstellte, handelte es sich um eine Familie aus Hannover, welche die letzten Jahre, immer zu Ostern, an der Hütte übernachten wollte.

Die Moral der Geschichte: Polizei, Dein Freund und Helfer und „wenn Großstädter aufs Land reisen … !“

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OTS: Polizeiinspektion Hildesheim

 

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