Frankfurt am Main – Stadtkämmerer Becker und Sozialdezernentin Birkenfeld sichern soziale Stadt

Höhere Zuschüsse für freie Träger und zusätzliche Stellen für die Sozialverwaltung im Nachtragsaushalt 2016

Neues-Hessen-Tageblatt - Nachrichten aus der Stadt Frankfurt am Main -Frankfurt am Main – (pia) Um auch für die kommenden Jahre Frankfurts Rolle als eine der sozialsten Großstädte in Deutschland zu sichern, haben sich Stadtkämmerer Uwe Becker und Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld auf einige Eckpunkte verständigt, die Teil des anstehenden Nachtragshaushaltes für 2016 werden sollen.

„Wir wollen die soziale Infrastruktur in unserer Stadt für die kommenden Jahre sichern und dafür sorgen, dass Frankfurt weiter den Menschen hilft, die Unterstützung benötigen. Die Stadt bleibt ein starker Partner für die freien Träger der Jugendhilfe und der Wohlfahrtspflege sowie der Hilfsorganisationen. Auch Kirchen, Vereine und Stadtteilinitiativen haben in uns einen verlässlichen Anwalt der sozialen Infrastruktur. Frankfurt wächst und damit wachsen auch die Aufgaben und Herausforderungen in der Jugend- und Sozialarbeit – von den frühen Hilfen über die offene Kinder- und Jugendarbeit bis hin zu den Programmen für Seniorinnen und Senioren“, erklären Becker und Birkenfeld.

„Auch in der wachsenden Stadt soll niemand zurückgelassen werden und deshalb stellen wir auch finanziell die Weichen so, dass das möglich ist“, so Becker und Birkenfeld.

Im Detail ist vorgesehen, die Arbeit der freien Träger durch eine Erhöhung der Zuschüsse und eine Anpassung zur Refinanzierung der durch Tarifsteigerungen gestiegenen Personalkosten zu unterstützen. So wird der Bereich der Jugendhilfe mit 1,5 Millionen Euro jährlich gestärkt. Träger der Altenhilfe und Wohlfahrtspflege können mit 1,0 Millionen Euro Zuschusserhöhung jährlich rechnen. Um flexibel weitere Förderungen im Sozialbereich vornehmen zu können, werden die allgemeinen Zuschussmittel im Jugend- und Sozialbereich um 0,7 Millionen Euro aufgestockt und der Frankfurter Verband für Alten- und Behindertenhilfe erhält für die Unterstützung von betreuten Wohnanlagen einen um jährlich 0,5 Millionen Euro erhöhten Zuschuss.

Für eine spürbare Entlastung der Arbeitssituation im Jugend- und Sozialamt, wo in einem beispiellosen Kraftakt die Herausforderungen des Jahren 2015 geschultert wurden, soll die Zahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit dem Stellenplan zum Nachtrag 2016 deutlich erhöht werden. Für den Nachtragshaushalt sind 92 neue Stellen vorgesehen, davon rund 69 für die Flüchtlingshilfe. Becker und Birkenfeld sind sich einig, dass dann auch weitere Stellen im Stellenplan für 2017 geschaffen werden müssen, um die Integration der Flüchtlinge zu unterstützen. Die endgültige Festlegung der Stellenzahl wird noch erfolgen.

„In den zurückliegenden Jahren hat die Sozialverwaltung erhebliche Anstrengungen unternommen, um im Nachgang zur Finanz- und Wirtschaftskrise mit geringeren Mitteln die sozialen Angebote in der Stadt und den eigenen Service in der gewohnten Qualität fortzuführen. Bei vielen Trägern haben die zusätzlich zu tragenden Tarifsteigerungen bei der Bezahlung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jedoch für Einschränkungen im Angebot geführt. Da wir als Magistrat mit unserer soliden Finanzpolitik nun wieder Spielräume erwirtschaftet haben, wollen wir diese auch gezielt für die Förderung der sozialen Angebote in unserer Stadt einsetzen“, unterstrichen Becker und Birkenfeld.