Hanau – Kulturfonds RheinMain fördert Grimm-Festspiele und Reinhold-Ewald-Ausstellung in Hanau im Jahr 2015

Hanau – „Ein weiteres Mal erweist es sich als segensreich, dass die Stadt Hanau Gesellschafterin des Kulturfonds Frankfurt RheinMain geworden ist.“ Anlass zur Freude gibt Oberbürgermeister Claus Kaminsky die aktuelle Entscheidung des Kulturfonds-Kulturausschusses, der 2015 einen Autoren- und Kompositionswettbewerb bei den Brüder-Grimm-Festspielen unterstützt, ebenso eine Doppelausstellung in Frankfurt und Hanau anlässlich des 125. Geburtstags von Maler Reinhold Ewald.

Der Ausschuss, dem Kaminsky angehört, tagte in Bad Homburg. „Diese Finanzspritze ist ein großer Erfolg für Hanau, sie hat Strahlkraft in Rhein-Main.“ Das Festspiel-Projekt erhält vom Kulturfonds eine Förderung von 75.000 Euro, das Ewald-Projekt 70.000 Euro.

Kaminsky dankte insbesondere dem Geschäftsführer des Kulturfonds Frankfurt RheinMain, Dr. Helmut Müller, für dessen „stets offenes Ohr, wenn es darum geht Hanaus Kulturlandschaft zu bereichern.“ Hanau ist seit 2013 feste Gesellschafterin des Kulturfonds. Aus diesem Anlass hatte Müller bei einer Pressekonferenz mit Kaminsky unlängst betont, dass die Brüder-Grimm-Stadt „mit ihrem kulturellen Erbe die Arbeit des gesamten Fonds im besonderen Maße aufgewertet und erweitert“ habe.

„Der Kulturfonds RheinMain hilft uns nachhaltig bei den Brüder-Grimm-Festspielen neue Wege zu gehen, sie weiter zu professionalisieren und zum kulturellen Ankerpunkt in Hessen zu machen“, erklärt Hanaus Kulturdezernent Kaminsky. Die Stadt Hanau will bundesweit einen Autoren- und Kompositionswettbewerb ausschreiben, bei dem es 2015 um eine zeitgenössische Auseinandersetzung mit dem Märchenstoff von „Hänsel und Gretel“ geht. Neue Perspektiven sollen für ein altes Thema geschaffen werden. Einer Jury aus Autoren, Regisseuren und Dramaturgen aus dem deutschsprachigen Raum ist es vorbehalten aus den eingereichten Bewerbungen das Preisträger-Stück auszuwählen, das bei den Festspielen uraufgeführt wird.

Im Frankfurter Museum Giersch und im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe steht im Ausstellungskalender 2015/16 eine Doppel-Retrospektive, die Leben und Werk des Künstlers Reinhold Ewald in Frankfurt und Hanau aufarbeitet. Anlass ist der 125. Geburtstag Ewalds. Angestrebt ist den Künstler überregional zu würdigen. Sein Gesamtwerk als Beitrag zur Kunstgeschichte der Moderne soll „kunsthistorisch neu bewertet werden“, wie es in der Projekt-Kurzbeschreibung des Kulturfonds heißt. Kaminsky fügt hinzu, dass mit der Doppelausstellung die „überregionale Bedeutung“ Ewalds gewürdigt werde. Die Doppelausstellung ist terminiert vom 12./13. September 2015 bis zum 24. Januar 2016.

„Mit der Ewald-Doppelausstellung und einer modernen Version der ‚Hänsel und Gretel‘-Aufführung erwarten wir 2015 in Hanau zwei kulturelle Höhepunkte“, ist OB Kaminsky überzeugt. Nach der „Paris mon amour“-Ausstellung im Historischen Museum Hanau Schloss Philippsruhe im Frühjahr dieses Jahres finde dort schon bald die nächste „für die Kunstwelt hoch interessante Retrospektive“ statt, zumal mit den beiden Museen in Frankfurt und Hanau hier der „Schulterschluss zweier regional bedeutsamer Kulturinstitutionen“ stattfinde. Der Kulturfonds trage dazu bei, „dass Hanau auch für das Frankfurter Publikum immer interessanter wird und dass die Kulturregion mit Hochkarätern zusammenwächst“.

Der Kulturfonds Frankfurt RheinMain wurde im Jahr 2007 auf Initiative der Hessischen Landesregierung als GmbH mit Sitz in Bad Homburg gegründet. Hauptaufgabe des Kulturfonds ist es, die Metropolregion Frankfurt RheinMain durch kulturelle Zusammenarbeit besser zu vernetzen, die Attraktivität zu stärken sowie die kunst- und kulturgeschichtliche Tradition der Region zu dokumentieren. Der Fonds fördert neben regionalen vor allem auch Kulturprojekte mit nationaler und internationaler Strahlkraft. Dank der Zuwendungen seiner Gesellschafter konnte er bislang weit mehr als 30 Millionen Euro Fördermittel bereitstellen.

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Text: Stadt Hanau
Öffentlichkeitsarbeit
Am Markt 14-18
63450 Hanau

 

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