Oberbürgermeister, Stadtvorstand und Dekanate rufen gemeinsam auf zur Unterstützung bei der Flüchtlingsunterbringung

Präses Dr. Birgit Pfeiffer und Dekan Pfarrer Andreas Klodt vom Evangelischen Dekanat sowie Dekan Markus Kölzer und Stv. Dekan Dr. Christoph Klock vom Katholischen Dekanat rufen die Mainzerinnen und Mainzer gemeinsam mit Oberbürgermeister Michael Ebling und dem Stadtvorstand auf, die Stadt bei der Flüchtlingsunterbringung und der Betreuung zu unterstützen:
Zahlreiche Kriege und Konflikte in der Welt führen dazu, dass immer mehr Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Deutschland Zuflucht suchen. Wir brauchen ein differenziertes Bild, das einerseits Probleme nicht beschönigt, andererseits aber die Pflicht und Notwendigkeit der Hilfsbereitschaft berücksichtigt. Es darf nicht sein, dass unsere Gesellschaft Menschen auf der Flucht mit Misstrauen und Ablehnung begegnet. Deutschland muss – nicht nur aufgrund seiner eigenen jüngeren Geschichte, die durch Krieg und Flucht geprägt ist – in hohem Maße Hilfe und Unterstützung leisten. Die Landeshauptstadt Mainz und die beiden großen Mainzer Kirchen stehen deshalb uneingeschränkt zur Verantwortung, Flüchtlinge aus humanitären Gründen aufzunehmen.
Die Menschen sollen menschenwürdig untergebracht, versorgt und in unsere Gesellschaft integriert werden. Dies gehört für uns zum Grundrecht auf Asyl für politisch Verfolgte und wir fühlen uns auch der Genfer Flüchtlingskonvention verpflichtet. Viele Mainzerinnen und Mainzer bringen sich hier ehrenamtlich ein und helfen auf vielfache Weise. Dafür gebührt ihnen der Dank der Solidargemeinschaft. Im hochattraktiven Mainz als Teil des Rhein-Main-Gebiets und als Universitätsstadt sind jedoch die notwendigen Kapazitäten, um Asylbewerberinnen und Asylbewerber unterzubringen, schwierig zu erschließen.
Oberbürgermeister, Dezernenten und die Vertreter der Kirchen bitten daher die Mainzerinnen und Mainzer, sich weiterhin zu engagieren und wenn irgend möglich auch geeigneten Wohnraum preisgünstig zur Verfügung zu stellen und den Menschen damit eine Zuflucht zu geben.
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Text: Stadt Mainz








