Rheinland-Pfalz – Soziales – Modellprojekt zur Wohnungslosen- und Suchtkrankenhilfe startet

News-Welt24 - Staatskanzlei RLP -  Aktuell -Rheinland-Pfalz – In der Region Koblenz startet ein zweijähriges Modellprojekt zur Unterstützung wohnungsloser Menschen. „Das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie fördert das Projekt mit dem Ziel, insbesondere die Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Wohnungslosenhilfe und Suchtkrankenhilfe sowie zwischen den verschiedenen Akteuren der sozialen Arbeit so zu verbessern, dass wohnungslose Menschen ihr Recht auf Teilhabe stärker realisieren können“, sagte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler, die die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat.

Das Modellprojekt beruht auf der TAWO-Initiative (Teilhabe abhängigkeitskranker Wohnungsloser), die bereits 2011 gegründet wurde. Im Rahmen des TAWO-Forschungsprojekts der Hochschule Koblenz unter Leitung von Prof. Robert Frietsch wurde die aktuelle psychosoziale und gesundheitliche Situation von Wohnungslosen in Rheinland-Pfalz untersucht und nachfolgend betrachtet, welche Konsequenzen sich für professionelle Hilfeangebote ergeben. Die TAWO-Initiative habe Daten hervorgebracht, die in dieser Form bisher in Rheinland-Pfalz fehlten, so die Ministerin.

„Auf Grundlage der Initiative sollen konkrete Verbesserungsmöglichkeiten in enger Kooperation zwischen Trägern und Fachkräften der sozialen Arbeit und Behörden erprobt werden. Das Projekt, das sich vor allem jüngere Wohnungslose richtet, nimmt dabei speziell die vielfältigen gravierenden Problemlagen der Zielgruppen in den Blick“, so Bätzing-Lichtenthäler.

Um eine effektivere und nachhaltigere Hilfe zu ermöglichen, ziele das Projekt außerdem auf eine fachliche Zusammenarbeit an den Schnittstellen verschiedener Hilfesysteme. „Angestrebt werden Kooperationsvereinbarungen zwischen der Hochschule Koblenz – Institut für Forschung und Weiterbildung (IFW) – als projektkoordinierende Instanz, den Trägern der Wohnungslosenhilfe sowie Institutionen der Suchtkrankenhilfe, Jugendhilfe, Schuldnerberatung, Psychiatrie, Jobcenter und Sozial- und Jugendämter“, so die Ministerin. Zur Begleitung des sogenannten Schnittstellenmanagements sind Fachkonferenzen und Workshops sowie Fortbildungen für Fachkräfte zu speziellen Themenbereichen geplant.

Das Projekt wird in der Region Koblenz erprobt und wissenschaftlich dokumentiert. Die Ergebnisse sollen landesweit nutzbar sein.

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Text: Staatskanzlei RLP

 

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