Frankfurt am Main – Umwelt: Stadt Frankfurt genehmigt Wiederaufbau des Koreanischen Gartens im Grüneburgpark

Hessen-Tageblatt - Presseportal - Frankfurt am Main -Frankfurt am Main – Umwelt: (ffm) Der Magistrat der Stadt Frankfurt hat am Freitag, 29. Mai, die Bau- und Finanzierungsvorlage für den Wiederaufbau des Koreanischen Pavillons im Grüneburgpark genehmigt. Die unter dem Namen Morgentaupavillon bekannte Konstruktion fiel im Mai 2017 einem Brandanschlag zum Opfer, bei dem sie völlig zerstört wurde. Teile des umliegenden Gartens wurden durch den Brand ebenfalls beschädigt.

Eine südkoreanische Baufirma soll nun mit dem Wiederaufbau des Pavillons und der Gartenanlage betraut werden. Hierbei erhielt die Stadt Unterstützung durch das südkoreanische Konsulat, welches das Bauunternehmen selbst auswählte. Für die zerstörte Holzkonstruktion, das Dach, die Bodenplatten, die Mauern und die Fundamente des Pavillons werden originale Baumaterialien benötigt, die von Kunsthandwerkern in Südkorea hergestellt und auf dem Seeweg nach Frankfurt gebracht werden.

Die Republik Korea unterstützt Frankfurt auch finanziell: Zur Sanierung des Koreanischen Gartens hat sie 150.000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Spende, die der Magistrat im August letzten Jahres in Empfang nahm, konnte bereits in die Teilsanierung des Gartens investiert werden. Mit dem Wiederaufbau des Morgentaupavillons und der Pflaumenlaube, die zwar nicht abgebrannt ist, aber dennoch renoviert wird, werden die Arbeiten abgeschlossen. Insgesamt betragen die Kosten des Wiederaufbaus rund eine halbe Millionen Euro.

„Ich bin sehr froh, dass der Koreanische Garten nun bald wieder in altem Glanz erstrahlt“, sagt Oberbürgermeister Peter Feldmann. „Den Frankfurterinnen und Frankfurtern liegt er sehr am Herzen – kein Wunder, es ist einfach ein schöner, friedlicher Ort. Ich bin sehr gerne mit meiner Familie dort. Mein herzlichster Dank gilt unseren Freunden aus Korea für ihre Unterstützung, die ich hoffentlich im Herbst persönlich kennenlernen kann. Es ist mir eine Ehre, dass unsere Stadt durch solch feines Kunsthandwerk verschönert wird.“

Die Steuerung der Planungs- und Bauleistungen teilen sich das Amt für Bau und Immobilien und das Grünflächenamt, welches auch die Beauftragung der Leistungen übernimmt. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig sagt: „Wir alle waren nach dem Brand unseres schönen Pavillons tieftraurig. Aber unsere koreanische Community hat zu uns gestanden – allen voran das Generalkonsulat – und hat mit Privatspenden und mit Konzerten, wie mit dem großartigen koreanischen Frauenchor ‚Harmonie Ensemble‘, einen großen Teil der Summe für den Wiederaufbau gesammelt. Das war ein weiteres Zeichen unserer tiefen Freundschaft, das mich sehr berührt hat.“

Auch für Südkoreas Generalkonsul ist der Koreanische Garten „ein Symbol für die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen Korea und der Stadt Frankfurt“, sagt Chang Rok Keum, „aufgrund der Corona-Krise hat sich der Wiederaufbau leider verzögert, aber ich hoffe, dass der Koreanische Garten so bald wie möglich restauriert werden kann und auch so bald wie möglich verschiedene kulturelle Veranstaltungen stattfinden werden. Ich bedanke mich bei Oberbürgermeister Peter Feldmann, der Umweltdezernentin Rosemarie Heilig und bei allen, die daran beteiligt sind, für ihre großen Bemühungen.“
Die Arbeiten werden voraussichtlich frühestens im Herbst beginnen. Zuvor wird die Fertigung einzelner Bauteile in Südkorea etwa vier Wochen in Anspruch nehmen, der Transport wird etwa sechs Wochen dauern. Die Arbeiten vor Ort in Frankfurt sind für zwei Monate angesetzt.

Der Koreanische Garten wurde der Stadt Frankfurt anlässlich der Buchmesse 2005 vom damaligen Gastland Südkorea übergeben. Er wurde in Südkorea konzipiert, wo auch die Baumaterialien hergestellt wurden. Danach reiste eine Gruppe von Kunsthandwerkern nach Frankfurt, um den Garten im Grüneburgpark zu erbauen. Auf dem knapp 4000 Quadratmeter großen Areal liegen die Gartenanlage mit zwei Pavillons, der Morgentaupavillon, die Pflaumenlaube sowie Teiche und ein Bachlauf.