Frankfurt am Main – In einer Grußbotschaft zum Vesakh-Fest wendet sich Integrationsdezernentin Weber an die buddhistische Bevölkerung Frankfurts

Hessen-Tageblatt - Presseportal - Frankfurt am Main -Frankfurt am Main – (ffm) Das Vesakh-Fest als Buddhas Geburtstag ist weltweit der höchste gemeinsame buddhistische Feiertag. Wie bei religiösen Festen anderer Glaubensgemeinschaften auch, variiert das Datum in verschiedene Zeitberechnungen. In Tibet wird das Fest beispielsweise am 15. Tag des vierten Monats im Kalender begangen; dieses Jahr fällt dieser auf den 5. Juni.

„Die buddhistische Lehre von einer Spiritualität der Menschlichkeit ist für uns alle in Frankfurt eine wertvolle Erinnerung, die aktuelle Krise auch als eine Chance für einen achtsameren Umgang miteinander zu nutzen“, sagt Integrationsdezernentin Sylvia Weber.

„Zum Vesakh-Fest gedenken mit Ihnen Buddhistinnen und Buddhisten weltweit der spirituellen Geburt des historischen Buddha Gautama, seiner Erleuchtung und seines Todes beziehungsweise dem Ende der Reinkarnation und seiner Verwirklichung des Nirvana. Es ist ein gemeinsamer Anlass für Millionen weltweit, über alle Strömungen und Traditionen Ihrer Weltreligion hinweg. Solche Zeichen und Anlässe der Verbundenheit sind in diesen Zeiten einer weltweiten Pandemie besonders wertvoll und tröstlich. Manchmal werden zum Vesakh-Fest symbolisch Vögel freigelassen – was für ein mächtiges und hoffnungsfrohes Zeichen in diesen Tagen! Auch Ihre Gemeinden in Frankfurt – und Ihre Familien und Freunde in anderen Teilen der Erde – leiden unter Kontakteinschränkungen, Krankheit und den vielen anderen schlimmen Folgen des Corona-Virus. Wir denken mit Ihnen an alle Menschen buddhistischen Glaubens, die es in ihren Ländern besonders schwer haben.

Auch Sie und Ihre Frankfurter Gemeinden, Zentren und Mitglieder bleiben nicht von Corona und den damit verbundenen Auswirkungen verschont. Gemeinsame Kurse oder Meditationen können leider nicht stattfinden. Veranstaltungen und Projekte stehen in Frage. Es ist auch für Sie zugleich eine Zeit finanzieller Engpässe und Sorgen. Umso so bedeutender ist es, wie Sie in kürzester Zeit Online-Veranstaltungen und Live-Streams zu Achtsamkeit, Meditation und Stressbewältigung auf die Beine gestellt haben. Damit haben Sie auf Probleme und Bedürfnisse reagiert, die in dieser schwierigen Zeit für uns alle auf einmal – nahezu von heute auf morgen – entstanden sind. Durch diese Online-Angebote tragen auch Sie dazu bei, besser und menschlicher durch diese schwere Zeit zu kommen. Das verdient Respekt und dafür danke ich Ihnen herzlich!

Gerade in Zeiten der Isolation ist es wichtig, dass wir unsere Mitmenschen sehen, sie wahrnehmen, auch mit ihren spezifischen Problemen in unterschiedlichen Situationen – und dort wo wir können, helfen wir. Ich finde es bewundernswert, wie viele buddhistische Gläubige, gestärkt durch ihren Glauben, durch ihre gelebte Philosophie beispielhaft Solidarität und menschliche Werte verkörpern und damit zu einer ‚Spiritualität der Menschlichkeit‘ beitragen. So setzen Sie alle ein Zeichen, die Krise vielleicht auch als eine Chance für einen achtsameren Umgang miteinander in der Zukunft zu nutzen.

Ich wünsche Ihnen und Ihre Familien, trotz aller Einschränkungen, ein frohes und gesegnetes Vesakh-Fest!“