Frankfurt am Main – Weltkulturen Museum: Diskussion mit brasilianischem Aktivisten Ládio Verón

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Weltkulturen Museum – Der rote Faden Besucher – Copyright – Wolfgang Guenzel

Frankfurt am Main – Weltkulturen Museum: (kus) Am Mittwoch, 3. Mai, lädt das Weltkulturen Museum zur Themenführung „Der Stoff aus dem die Mythen sind: Von heiligen Gewändern und textilen Kosmogonien” mit Volontär Matthias Claudius Hofmann um 18 Uhr in die Ausstellung „Der Rote Faden – Gedanken Spinnen Muster Bilden“, Schaumainkai 29, ein.

Der Eintritt beträgt 7 Euro, ermäßigt 3,50 Euro. Die Führung ist kostenfrei.

Im Anschluss findet um 19 Uhr im Weltkulturen Labor, Schaumainkai 37, die Diskussion mit dem Aktivisten Ládio Verón (Guarani-Kaiowá/Brasilien) statt, der „Gegen den Völkermord an brasilianischen Indigenen” kämpft.

Er spricht über die prekäre Situation der Guarani in Brasilien. Seit der Amtsenthebung der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff betreibt die der Agrarlobby nahestehende Nachfolgeregierung eine neue Politik: Die Rechte der Indigenen werden angegriffen, ihre Gebiete in Brasilien sollen drastisch reduziert und zur großflächigen landwirtschaftlichen Nutzung freigegeben werden. Diskriminierung, Obdachlosigkeit und Verarmung der Indigenen sind die Folge. Die zirka 30.000 Kaiowá, eine Untergruppe der etwa 60.000 Guarani in Brasilien, sind von dieser Politik besonders stark betroffen, denn sie leben in der großen agrarindustriellen Gebiete im Bundesstaat Mato Grosso do Sul.

Ládio Verón studierte Geschichte an der Universität von Grande Dourados und lebt als Bauer in seiner indigenen Gemeinde in Mato Grosso do Sul, Brasilien. Ládios Vater wurde 2003 wie viele indigene Aktivisten ermordet, als er sich für Landrechte einsetzen wollte. Die portugiesische Sprache wird ins Deutsche übersetzt.

Die Zahl an Plätzen ist begrenzt, eine Reservierung nicht möglich. Der Eintritt ist kostenfrei.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Weltkulturen Museums mit Centro Cultural Brasileiro em Frankfurt, Sukupira und Denkbar.

 

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