Koblenz – Engagierter Unternehmer fördert Jugendliche mit Migrationshintergrund

0204besuch_bei_guelen_metallbau
Die Bürgermeisterin (auf dem Foto 2. von rechts) war in Begleitung des Vorsitzenden des Beirates für Migration und Integration, Sercan Genc (2. v.l.), Ausschussmitglied Walter Baum (3. v.r.) und der Leiterin der Leitstelle für Integration bei der Stadt Koblenz Beate Oster (3. v.l.) in den Metternicher Betrieb gekommen. Eine Besichtigung der Werkstatt schloss sich an, bei dem Gülen (Mitte) erklärte wie ein Auszubildender und ein Praktikant Schweißarbeiten an einem Edelstahlgeländer durchführen. – Foto: Freigegeben – Stadt Koblenz

Koblenz (RLP) – Für Orhan Gülen ist die Sache klar: „Man muss manche Jugendliche an die Hand nehmen und ihnen den richtigen Weg zeigen, ob sie ihn dann tatsächlich gehen, bleibt ihnen überlassen“. Mit dieser Maxime ist der Unternehmer bisher sehr erfolgreich, um jungen Männern mit Migrationshintergrund beruflich auf die Sprünge zu helfen. In seinem Metallbaubetrieb in Metternich nimmt er immer wieder Jugendliche als Praktikanten oder Auszubildende auf, die Probleme unterschiedlicher Art haben und integriert sie wieder in die Gesellschaft.

Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein ist durch die Koblenzer Handwerkskammer auf den Unternehmer aufmerksam geworden und wollte in einem „Werkstattgespräch“ von seinen Erfahrungen aus erster Hand erfahren. „Integration ist eine immer wichtigere Aufgabe für unsere Gesellschaft,“ so die Bürgermeisterin „daher ist ein Unternehmer der anpackt und mitmacht jemand, von dem wir Tipps und Anregungen bekommen können“.

Orhan Gülen hat türkische Wurzeln ist in Koblenz geboren und aufgewachsen, und hat nach seiner Bauschlosserlehre jahrelang als Geselle gearbeitet. Als selbständiger Handwerker wollte er nicht über den Fachkräftemangel klagen, sondern erwarb den Ausbildereignungsschein, um selbst ausbilden zu können. Dabei entdeckte er etliche Talente unter jungen Männern, die Problem in Schule und Elternhaus hatten und nahm sich ihrer an. Seine positiven Erfahrungen stellt er übrigens als ehrenamtlicher Tutor im HwK-Projekt „Handwerk integriert Migranten“ zur Verfügung.

***
Text: Stadt Koblenz