Wiesbaden – Stadtentwicklungsdezernent Kessler: Mehr Sauberkeit aus einer Hand

Hessische-Nachrichten - Wiesbaden - Aktuell -Wiesbaden – Der für die Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden (ELW) zuständige Stadtentwicklungsdezernent Hans-Martin Kessler schlägt vor, alle Papierkörbe im öffentlichen Raum zukünftig aus einer Hand durch die ELW leeren zu lassen – egal, ob sie sich in der Fußgängerzone, an Bushaltestellen, an der Rheinpromenade oder in Parks befinden.

Derzeit liegt die Verantwortung noch bei mehreren Ämtern und Gesellschaften. Kessler: „Die Probleme mit überfüllten Papierkörben, deren rechtzeitige Leerung, Reparatur oder Austausch sind nur in den Griff zu bekommen, wenn dies zentral durch die ELW geregelt wird. Es ist sinnvoll, diese Aufgaben bei den städtischen Mitarbeitern zu bündeln, deren Kernkompetenz die Stadtsauberkeit ist. Zumal in einer Zeit, in der mehr und mehr Leben auf Straßen, Plätzen und in Parks stattfindet und Littering und die Vermüllung im öffentlichen Raum leider zunehmen.“

In Wiesbaden hat sich die Anzahl der Papierkörbe im öffentlichen Raum in den letzten drei Jahren deutlich erhöht – um rund 15 Prozent auf mittlerweile 3.378. Derzeit sind die ELW zuständig für die Leerung von 1520 dieser Papierkörbe und mit der Leerung weiterer 969 beauftragt – von den Verkehrsbetrieben ESWE (789) und MVG (38) sowie vom Grünflächenamt (60) und vom Tiefbauamt (82). Um die Leerung der anderen 889 Papierkörbe kümmern sich das Grünflächenamt (727), das Tiefbauamt (56), das Umweltamt (60) und das Sportamt (46) in sehr unterschiedlicher Intensität und Regelmäßigkeit. „Die Verantwortung für die Leerung aller Papierkörbe in eine Hand zu geben, hat den Vorteil, dass auf Hinweise viel schneller reagiert und für Sauberkeit gesorgt werden kann“, sagt Stadtrat Kessler. „Es ist absurd, vor der Lösung eines Problems erst abklären zu müssen, wer überhaupt zuständig ist.“

Die Initiative von Kessler wird zunächst in der Betriebskommission der ELW am Dienstag, 10. September, diskutiert werden, bevor im Anschluss die zuständigen politischen Gremien bis zur Stadtverordnetenversammlung im Herbst damit befasst sein werden.

Sofern die ELW die Verantwortung für alle Papierkörbe übertragen bekommen, sollen auch nach und nach alle alten Papierkörbe durch moderne und gegebenenfalls größere Modelle ersetzt werden.

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