Presseschau – Kölner Stadt-Anzeiger: Tenenbom sieht Antisemitismus tief in deutscher Kultur verwurzelt – „Das geht nicht einfach verloren“

Deutschland-24.com - Die Presseschau - Aktuell -Presseschau – Köln (NRW) – Der Antisemitismus ist nach Auffassung des in Israel geborenen US-Autors Tuvia Tenenbom noch immer verwurzelt in der europäischen und speziell in der deutschen Kultur.

„Antisemitismus zieht sich seit 2000 Jahren durch die Geschichte der europäischen, der christlichen Welt. Das ging nicht einfach dadurch verloren, dass die Deutschen oder die Europäer im Allgemeinen eines Tages aufwachten, in den Spiegel schauten und es ihnen durch den Kopf schoss: ‚Oh Gott, wie konnten wir die Juden nur in die Gaskammer schicken?'“, sagte Tenenbom im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Mittwoch-Ausgabe).

Den Antisemitismus heutiger Prägung sieht Tenenbom als Fortentwicklung des Judenhasses, der bereits im frühen Christentum aufkam. „Was Hitler getan und gesagt hat, war nicht: ‚Die Juden stehlen, die Juden sind hässlich.‘ Sondern: ‚Wir müssen etwas gegen die Juden tun.‘ Darin liegt die Steigerung. So wurden aus den Christus-Mördern von gestern die Killer der Menschenrechte heute.“

OTS: Kölner Stadt-Anzeiger

 

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