Stadt Hanau – Hanauer Gedenkveranstaltungen: 80 Jahre nach dem Reichspogrom 1938

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Die brennende Hanauer Synagoge in der Nordstraße am 10. November 1938 – Foto: Stadt Hanau

Stadt Hanau – Der landesweite Pogrom am 9./10. November 1938 bildete den demonstrativen Auftakt zur systematischen Verfolgung und Vernichtung jüdischer Menschen in Deutschland und Europa durch die Nationalsozialisten. Auch Hanau gedenkt des Reichspogroms und seiner Opfer. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind zu diesen Veranstaltungen herzlich eingeladen.

Am Mittwoch, 7.11.2018:
-Um 19.30 Uhr: Vortrag von Igal Avidan, Berlin: „Mod Helmy – Wie ein arabischer Arzt in Berlin Juden vor der Gestapo rettete“ (in der Alten Johanneskirche, Johanneskirchplatz 1)

Am Donnerstag, 8.11.2018:
– Um17.00 Uhr: Eröffnung der Tafelausstellung „From Things Lost – Forgotten, Letters and the Legacy of the Holocaust“, in Erinnerung an die jüdische Hanauer Familie Schwab des South African Jewish Museum Kapstadt, mit Gedenken an die Gerechte der Völker Dr. Elisabeth Schmitz (1893–1977). (Ausstellung bis 25.1.2019 im Neustädter Rathaus, Am Markt 14–18, Neubau, 1. Stock, Foyer des Oberbürgermeister-Büros)
– Um 19.30 Uhr : „November 1938 – Fernes Geschehen, heutige Fragen – Vom Nutzen des Gedenkens“, Vortrag von Prof. Dr. Johannes Heil; Rektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg; Ignatz Bubis-Lehrstuhl für Geschichte, Religion und Kultur des europäischen Judentums; Honorarprofessor der Ruprecht Karls-Universität Heidelberg (im Kulturforum Hanau, Lesecafé, Am Freiheitsplatz 18a)

Am Freitag, 9.11.2018:
– Um 10.00 Uhr: Vortrag von Prof. Dr. Shirli Gilbert/Universität Southampton über ihr Forschungs-/Buchprojekt „From Things Lost“ für Oberstufenschüler*innen und Gäste (auf Englisch) (im Kulturforum Hanau, Lesecafé, Am Freiheitsplatz 18a)
– Um 12.00 Uhr: Übergabe von „Denksteinen“ durch den evangelischen Arbeitskreis Christen und Juden an das Gemeindezentrum Alte Johanneskirche (Gemeindezentrum Alte Johanneskirche, Johanneskirchplatz 1)

Am Samstag, 10.11.2018:
– Um 10.00 Uhr: Gedenken am Ort der ehemaligen Steinheimer Synagoge, Ingelheimstraße, Hanau-Steinheim
– Um 16.00 Uhr:·Gedankenaustausch im Jüdischen Gemeindezentrum
– Um 17.30 Uhr: Offizielle Gedenkveranstaltung an der Nordstraße/ehemalige Ghettomauer mit Schüler*innen der Karl-Rehbein-Schule, Pflanzung eines Mandelbaums gegen das Vergessen (an der Gedenkstätte Nordstraße)
– Um 19.00 Uhr: „Motette in Marien“, Kammermusik mit Theo Ruppert (Viola)und Christian Mause (Klavier): Dimitri Schostakowitsch: „Sonate für Viola und Klavier“, op. 147, Paul Hindemith: „Trauermusik“ (in der Marienkirche Hanau, Marienkirchplatz)

Am Sonntag, 11.11.2018:
Gottesdienste in den Hanauer Kirchen zum Gedenken 80 Jahre nach dem Reichspogrom:
10.00 Uhr: Wallonisch-Niederländische Kirche
15.00 Uhr: Marienkirche, Zentraler Gedenkgottesdienst der Evangelischen Stadtkirchengemeinde Hanau
18.00 Uhr: Mariae Namen, Katholischer Gottesdienst

11.00 Uhr: Öffentliche Führung „Jüdisches Leben in Hanau“ und Besuch des Jüdischen Friedhofs mit Dr. Alice Noll (Treffen an der Gedenkstätte Nordstraße)

Kooperationspartner:

– Magistrat der Brüder-Grimm-Stadt Hanau
– Jüdische Gemeinde Hanau
– Runder Tisch der Religionen Hanau
– Evangelische Stadtkirchengemeinde
– Evangelisches Forum Hanau
– Wallonisch-Niederländische Kirche
– Pfarrei Mariae Namen
– Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V.
– Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hanau e.V.
– Evangelischer Arbeitskreis Christen und Juden in Kurhessen-Waldeck
– Jüdisch Chassidische Kultusgemeinde Breslev Deutschland/Israel
– Internationales Jüdisches Zentrum für Menschlichkeit und Toleranz Hanau
– Ausländerbeirat der Stadt Hanau
– Karl-Rehbein-Schule
– Hanauer Kantorei

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Stadt Hanau
Öffentlichkeitsarbeit
Am Markt 14-18
63450 Hanau

 

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