Unwetterfront in Wiesbaden sorgt für 37 Einsätze – Ein kurzes, aber heftiges Unwetter hat am Mittwochabend im Stadtgebiet Wiesbaden für ein erhöhtes Einsatzaufkommen gesorgt. Starke Sturmböen führten zusätzlich zum regulären Einsatzgeschehen ab etwa 20:30 Uhr zu insgesamt 37 unwetterbedingten Einsätzen.
Zur strukturierten Abarbeitung der zahlreichen Notrufe stellte die Feuerwehr Wiesbaden auf ein spezielles Unwetterprogramm um. Die Zentrale Leitstelle wurde personell verstärkt und organisatorisch durch die Informations- und Kommunikationsgruppe (IuK-Gruppe) der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt. Die eingehenden Meldungen wurden nach Priorität bewertet und entsprechend den alarmierten Einsatzkräften zugewiesen.
Den Großteil der unwetterbedingten Einsätze machten umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste sowie andere sturmbedingte Gefahrenstellen aus. Teilweise wurden auch geparkte Fahrzeuge und Straßenlaternen beschädigt. Ein räumlicher Schwerpunkt lag im Kernstadtbereich; Einsatzstellen gab es jedoch im gesamten Stadtgebiet.
Die Einsatzkräfte beseitigten zahlreiche umgestürzte Bäume und größere Äste, die eine Gefahr oder ein Verkehrshindernis darstellten, insbesondere mithilfe von Motorkettensägen. In einigen Fällen beschränkten sich die Maßnahmen auf das Absperren des Gefahrenbereiches, da ein Arbeiten aufgrund der Dunkelheit und des anhaltenden Windes zu gefährlich war. Umgestürzte Bäume auf Privatgrundstücken fallen grundsätzlich nicht in den Aufgabenbereich der Feuerwehr, sofern von ihnen keine akute Gefahr ausgeht. In diesen Fällen sind die jeweiligen Eigentümerinnen und Eigentümer verantwortlich.
Für die Bewältigung der Unwettereinsätze wurden zahlreiche ehrenamtliche Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren alarmiert. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Biebrich, Bierstadt, Delkenheim, Dotzheim, Frauenstein, Kostheim, Rambach, Schierstein, Sonnenberg und Stadtmitte.
Während der laufenden Unwetterlage kam es zusätzlich zu einer Brandmeldung in Kostheim. Der gemeldete Feuerschein in den Weinbergen stellte sich jedoch als Fehlalarm heraus.
Nach rund einer Stunde schwächte sich die Unwetterfront ab. Die Lage im Stadtgebiet beruhigte sich anschließend zügig, sodass die verbliebenen Einsatzstellen nach und nach abgearbeitet und die ehrenamtlichen Kräfte bis 23:00 Uhr wieder aus der Einsatzlage entlassen werden konnten.
Die Feuerwehr Wiesbaden bedankt sich bei allen eingesetzten haupt- und ehrenamtlichen Kräften für ihren schnellen und engagierten Einsatz.
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Text: Landeshauptstadt Wiesbaden






