Hofgeismar – Landrat Schmidt: „Wiesenbergschule Hümme wird nicht geschlossen“

Hessen-24 - Hofgeismar - Aktuell -Hofgeismar (HE) – Die Wiesenberg-Grundschule im Hofgeismarer Stadtteil Hümme ist nicht gefährdet und wird in absehbarer Zeit auch nicht geschlossen“, widerspricht Landrat Uwe Schmidt entsprechenden Gerüchte, die seit einiger Zeit in Hofgeismar die Runde machen.

Schmidt: „Wir haben einen aktualisierten Schulentwicklungsplan und danach ist der Grundschulstandort in Hümme mittelfristig sicher“. Grundschulstandorte geraten immer wieder dann in die Diskussion, wenn die vom Land Hessen für die Bildung einer Klasse vorgegebene Schülerzahl von 13 nicht erreicht wird. In diesen Fällen stellt das Land dann keine Lehrkraft mehr für die Klasse zur Verfügung. „Für die nächsten Jahre müssen wir uns da um Hümme keine Gedanken machen – selbst wenn es mal ein Jahr gibt, wo die notwendige Schülerzahl für eine Klasse nur knapp übersprungen wird“, beruhigt der Landrat.

Die Wiesenbergschule in Hofgeismar-Hümme ist eine kleine Grundschule mit 4 Klassen und aktuell 70 Schülern. Der Einzugsbereich umfasst die Orte Eberschütz, Sielen und Hümme.

„Die Überschaubarkeit des kleinen Systems ermöglicht es, die Schüler persönlich kennen zu lernen. Die enge Kooperation mit Eltern und dem Kollegium ist geprägt von Offenheit, Kommunikation und vor allem von gelebten, sozialen Werten“, so Schulleiterin Monika Volk. Das Leitbild „Hier bist du willkommen, alle unter einem Dach“ sei im Schulprogramm verankert und in Erziehungsvereinbarungen festgehalten, die gemeinsam mit Eltern, Lehrern und Kindern erarbeitet wurden.

Volk: „Alle an unserem Bildungsauftrag Beteiligte gestalten mit viel Kompetenz das schulische Leben“. Die Schule sei außerdem sehr gut in das Dorfleben integriert, was sich zum Beispiel durch vielfältige Projekte unter Beteiligung der Vereine zeigt.

„Leider kämpfen wir immer wieder mit Gerüchten, die die Schließung der Schule beinhalten. Dies ist sehr bedauerlich und sorgt in der Schulgemeinde und im Kollegium für große Verunsicherung“, bedauert die Schulleiterin. Der aktuelle Schulentwicklungsplan, festgeschrieben bis 2019/20, stärkt den Schulstandort Hümme. „Das ist gut so! Lassen wir also im Interesse der Kinder die Schule im Dorf, nach dem Motto: kurze Beine, kurze Wege“, sind sich Schulleiterin Volk und Landrat Schmidt einig.

Für Ortsvorsteher Peter Nissen ist die Grundschule in Hümme ein wichtiger Teil der Grundversorgung des Dorfes: „In Hümme hat man alle notwendigen Einkaufsmöglichkeiten, Gaststätten, ein breites Vereinsangebot und mit Kindergarten und Schule auch beste Voraussetzungen für junge Familien“. Der Schulstandort sei somit nicht nur für die aktuelle Situation in Hümme wichtig, sondern auch für die weitere Entwicklung des Dorfes.

Nissen: “Auch wir haben mit dem demografischen Wandel zu kämpfen und haben es vermehrt mit Gebäudeleerstand zu tun, aber der Ortsbeirat bemüht sich hier gegen zu steuern“. Mit dem RegioTram-Anschluss und dem kompletten Versorgungsangebot biete Hümme beste Voraussetzungen für die Ansiedlung junger Familien. Dafür ist die Grundschule aber maßgebliche Voraussetzung. „Somit ist die Sicherung des Schulstandortes Hümme auch aus Sicht des Ortsbeirates sehr erfreulich“, so der Ortsvorsteher abschließend.

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Text: LANDKREIS KASSEL
Pressesprecher
Harald Kühlborn
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