Wiesbaden – Tierisches: Zwei zusätzliche Taubenschläge in der Innenstadt

tierischesWiesbaden – Tierisches: „Dem Ordnungsamt ist es gelungen, in der Innenstadt zwei geeignete Standorte zu finden, an denen die Stadt betreute Taubenschläge errichten kann“, teilt Bürgermeister Dr. Oliver Franz als zuständiger Fachdezernent mit. Wie im Kooperationsvertrag vereinbart werde das „Augsburger Modell“ zur tierschutzgerechten Reduzierung der Taubenpopulation in Wiesbaden zeitnah ausgebaut.

Schon Anfang August werde ein Taubenschlag im ehemaligen Palast-Hotel am Kranzplatz errichtet, so Franz. Im ersten Quartal des nächsten Jahres folge dann auf dem Parkdeck des Parkhauses Mauritiusgalerie der zweite. Die Stadt werde dann gemeinsam mit dem bereits existierenden Schlag im alten Rathaus drei Taubenschläge in der Kernstadt betreiben. „Es ist besonders wichtig, dass wir hier aktiv werden, weil es rund um die Fußgängerzone sowie Schloss- und Kranzplatz die meisten Tauben gibt“, betonte der Bürgermeister.

Im Rahmen des „Augsburger Modells“ wird die Taubenpopulation tierschutzgerecht reduziert, indem in den von der Landeshauptstadt betriebenen und von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Stadttaubenprojekts Frankfurt betreuten Schlägen Taubeneier gegen Gipsattrappen ausgetauscht werden. Aktuell unterhält die Stadt vier Taubenschläge (Altes Rathaus, Ordnungsamt/Europaviertel, Sauerland-Siedlung sowie zwischen Klingholzstraße und Fischerstraße am Hauptbahnhof). Ein fünfter Taubenschlag im Gebäude des Wiesbadener Hauptbahnhofs musste vor wenigen Monaten abgebaut werden, da die DB Station & Service AG der Stadt die Genehmigung zum Betrieb des Schlags entzogen hatte.
Wie Dr. Franz betont, sei das „Augsburger Modell“ erfolgreich, aber zeitaufwändig. Schnelle Ergebnisse ließen sich nicht erzielen, dafür seien sie aber langfristig wirksam und im Einklang mit dem Tierschutz. Allein 2016 seien mehr als 2.000 Taubeneier gegen Gipsattrappen ausgetauscht worden.

Ordnungsamtsleiterin Heike Paul betont, dass sie froh darüber sei, zwei neue Standorte direkt in der Innenstadt gefunden zu haben. Die Suche habe sich schwieriger gestaltet als gedacht. Auch habe es einiger Überzeugungsarbeit von Seiten ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedurft. Jetzt komme es darauf an, dass die Tauben die neuen Schläge akzeptieren. Das dort angebotene Futter diene als Lockmittel. „Daher ist besonders wichtig, dass die Wiesbadenerinnen und Wiesbadener das Fütterungsverbot beachten“, betont die Ordnungsamtsleiterin.

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