Hamburg – Paketbote bingt Masern in Hamburg Altona frei Haus – Gesundheitsamt informiert vorsorglich mögliche Kontaktpersonen

News-Welt-RLP-24 - Aktuelles aus Hamburg -Hamburg – Ein Mitarbeiter eines Paketzustelldienstes, der in Hamburg-Altona ausgeliefert hat, ist in dieser Woche an Masern erkrankt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es bei den Zustellungen in den vergangen Tagen zu einem Kontakt gekommen ist, der eine Infektion ermöglicht.

Aus diesem Grund informiert das Gesundheitsamt Altona in Abstimmung mit der Gesundheitsbehörde vorsorglich alle belieferten Kundinnen und Kunden mit einem persönlichen Anschreiben.

Der Mitarbeiter, der in der vergangenen Woche rund 300 Pakete in Altona zustellte, ist in dieser Woche an einer Maserninfektion erkrankt. Unter Berücksichtigung der Inkubationszeit ging von ihm ab Mittwoch, dem 11. März 2015, eine potentielle Ansteckungsgefahr aus.

Zwar wird die Möglichkeit einer Infektionsübertragung durch den kurzen Kontakt bei einer Paketzustellung eher als gering eingeschätzt, aber ein gewisses Restrisiko kann nicht ausgeschlossen werden. Entsprechend erhalten die belieferten Personen per Post eine vorsorgliche Information des zuständigen Gesundheitsamtes.

In diesem Informationsschreiben wird auf Folgendes hingewiesen:

· Erste Infektionszeichen einer Masernerkrankung (wie Halsschmerzen, Schnupfen, Bindehautentzündung der Augen) könnten ab ca. Freitag, dem 20. März 2015, auftreten.

· Im Falle dieser Symptome sollten sich die Betroffenen möglichst unverzüglich telefonisch mit ihrer Ärztin bzw. ihrem Arzt in Verbindung setzen und das weitere Vorgehen besprechen.

· Um den telefonischen Vorab-Kontakt mit der Praxis wird dabei gebeten, damit andere Patientinnen und Patienten in der Praxis vor einer Ansteckung geschützt werden und das Verbreitungsrisiko minimiert wird.

Sofern 8 bis 14 Tage nach dem Kontakt mit einer infektiösen Person -bzw. im beschriebenen Fall nach der Zustellung- keine Symptome aufgetreten sind, ist nicht mehr mit einer dadurch ausgelösten Masernerkrankung zu rechnen.

Unabhängig vom Auftreten von Symptomen werden insbesondere die Belieferten darauf hingewiesen, ihren persönlichen Impfstatus durch eine Ärztin bzw. einen Arzt überprüfen lassen und eine gegebenenfalls bestehende Masern-Impflücke zu schließen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Gemeinschaftseinrichtung (Kindergarten, Schule, Behindertenwerkstätten etc.) werden aufgefordert, vor der weiteren Arbeitsaufnahme Kontakt mit dem zuständigen Gesundheitsamt Altona aufzunehmen.

Zur weiteren Information liegt dem Anschreiben des Gesundheitsamtes das Masern-Merkblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bei. Dieses ist zusammen mit weiteren Informationen auch unter www.hamburg.de/bgv auf der Seite der Gesundheits-behörde abrufbar.

Für sonstige offene Fragen der Betroffenen steht der öffentliche Gesundheitsdienst unter den folgenden Telefonnummern zur Verfügung:

– 040/ 428 11-1659,

– 040/ 428 54-4688,

– 040/ 428 91-2224.

Bis heute wurden in Hamburg in diesem Jahr 37 Masernfälle gemeldet. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 11. Insgesamt wurden im Vorjahr in Hamburg 17 Masernfälle registriert.

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Text: Pressestelle des Bezirksamtes Altona

 

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