Frankfurt am Main – Erfolgreicher Impfstart in Frankfurt – Oberbürgermeister Feldmann und Stadtrat Majer: Über 4500 Impfungen in Frankfurt – Priorisierung klar geregelt

Impfstoff-Knappheit größtes Nadelöhr – Lob für Gesundheitsamt.

Hessische-Nachrichten - Stadt Frankfurt am Main - Aktuell -Frankfurt am Main – (ffm) Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk, ist mit dem Impfstart in Frankfurt zufrieden: „Wir verimpfen alles, was da ist, und das funktioniert gut. Bis heute wurden insgesamt 4621 Bewohnerinnen und Bewohner und Beschäftigte von Alten- und Pflegeeinrichtungen geimpft“, lautet seine Zwischenbilanz am Freitag, 8. Januar.

Pünktlich zum bundesweiten Impfstart am 27. Dezember hatten auch in Frankfurt die ersten Impfungen gegen Corona begonnen. Bis zu sechs mobile Teams des Arbeiter-Samariter-Bundes sowie des Malteser Hilfdienstes sind seither täglich im Einsatz. Bis jetzt wurden 25 der 50 Pflegeeinrichtungen angefahren. Der Rest wurde in Kliniken verimpft. Ab Freitag, 15. Januar, sollen drei weitere Teams der Johanniter-Unfall-Hilfe dazu kommen.

Oberbürgermeister Peter Feldmann sagt: „Von einem Ruckelstart kann in Frankfurt keine Rede sein. Es wird geimpft, so schnell es geht – auch weil die Verantwortlichen mit hoher Einsatzbereitschaft und Professionalität an einem Strang ziehen. Was noch fehlt, ist ausreichend Impfstoff. Ich hoffe, dass Bundesregierung und EU hier sehr schnell nachbessern.“

Gesundheitsdezernent Stefan Majer sieht Frankfurt gut aufgestellt: „Wir haben alles getan, was nötig ist, um zu Beginn so schnell wie möglich die Personen mit der höchsten Priorität zu impfen. Das Impfzentrum steht bereit und die mobilen Teams sind täglich in Pflegeeinrichtungen und Kliniken unterwegs. Heute haben wir neuen Impfstoff erhalten, der bereits vorbereitet wird. Wir sind perfekt vorbereitet, die Zahl der Impfungen in den nächsten Wochen und Monaten nach und nach zu erhöhen.“

Klare und transparente Kriterien bei der Impfreihenfolge

Geimpft wird nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).

„Wir achten in den Altenpflegeheimen sehr genau darauf, dass alle ausreichend Möglichkeit haben, sich über die Impfung zu informieren beziehungsweise sich beraten zu lassen. Aktuell wurden etwa die Hälfte der Impfdosen an die Bewohnerinnen und über Bewohner über 80 Jahre verimpft und die andere Hälfte an die Mitarbeitenden,“ erklärt Katrin Steul vom Gesundheitsamt.

Bisher konnten bei diesen Einsätzen in den Alten- und Pflegeheimen alle, die das wünschten, geimpft werden. Die Einrichtungen werden mehrfach besucht, damit alle Impfwilligen erreicht werden.

Frankfurter Impfzentrum geht am 19. Januar offiziell in Betrieb

Für die mobilen über 80-Jährigen wird der Impfstart im Impfzentrum „Messe Frankfurt“ am Dienstag, 19. Januar, erfolgen. Das Gesundheitsamt plant, im Impfzentrum auch eine Impfstraße für die Mitarbeitenden in der mobilen Altenpflege und bei den Rettungsdiensten bereitzustellen: „Es geht jetzt am Anfang wirklich um die Menschen, die täglich beruflich im engen Kontakt mit den anfälligeren älteren Menschen stehen“, bittet Gottschalk um Verständnis.

Bis ausreichend Impfstoff für die breite Bevölkerung zur Verfügung steht, kann es bis zum zweiten Quartal dauern. Daher muss in der nächsten Zeit nach einer vorgegebenen Priorisierung festgelegt werden, wer sich bevorzugt impfen lassen kann. Dazu hat das Bundesgesundheitsministerium eine entsprechende Verordnung erlassen, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) aufbaut.

In Frankfurt fallen in die höchste Prioritätsstufe ungefähr 64.000 Menschen. Nach Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums wird vor dem Sommer 2021 keine Impfung der breiten Bevölkerung möglich sein. Daher weist das Gesundheitsamt Frankfurt darauf hin, weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten und Kontakte weitestgehend zu beschränken.

Das Land Hessen beabsichtigt, alle über 80-Jährigen schriftlich über das Anmeldeverfahren für eine Corona-Schutzimpfung informieren. Die verschiedenen Formen der Terminvereinbarung sind derzeit in der Planung. Innenminister Peter Beuth und Gesundheitsminister Kai Klose haben am Dienstag, 5. Januar, in Wiesbaden angekündigt, dass es auch ein Erfassungsverfahren für häusliche Impftermine geben solle. Wann dies zur Verfügung steht, darüber informiert das Land.

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