Frankfurt am Main – Oberbürgermeister Feldmann und Umweltdezernentin Heilig: Wiedereröffnung des Palmengartens ein Aufbruchssignal

Beliebte Freizeiteinrichtung war mehr als vier Monate geschlossen/Terminbuchung direkt an den Kassen.

Hessische-Nachrichten - Stadt Frankfurt am Main - Aktuell -Frankfurt am Main – (ffm) Diesen Tag haben viele Frankfurterinnen und Frankfurter herbeigesehnt!

Nach mehr als vier Monaten coronabedingter Schließung hat der Palmengarten am Mittwoch, 10. März, wiedereröffnet – natürlich unter Einhaltung der geltenden Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen.

So gilt im gesamten Garten die Pflicht, eine medizinische oder eine FFP2-Maske zu tragen. Für die Nachverfolgung müssen Kontaktdaten hinterlegt werden. Auch die Abstandsregeln sind zu beachten.

Für Oberbürgermeister Peter Feldmann überwog jedoch die Freude, dass es endlich wieder losgeht. „Gerade für Familien ist der Lockdown eine schwere Zeit“, sagte das Stadtoberhaupt beim Rundgang mit Palmengarten-Direktorin Katja Heubach. Umweltdezernentin Rosemarie Heilig konnte aus persönlichen Gründen nicht teilnehmen. „Corona hat den Alltag monoton gemacht, vor allem den von Kindern. Für viele von ihnen haben sich die letzten Wochen fast nur in den eigenen vier Wänden abgespielt. Abwechslung tut not – und deshalb kommen die vorsichtigen ersten Öffnungsschritte zur richtigen Zeit.“

„Wir alle haben den Palmengarten sehr vermisst und freuen uns darauf, ihn jetzt eine Woche vor seinem 150. Jubiläum wieder besuchen zu können“, teilte Umweltdezernentin Heilig mit. „Es ist genau der richtige Zeitpunkt für eine – wenn auch behutsame – Öffnung. Auch wenn die Schauhäuser und das historische Eingangsschauhaus in der Siesmayerstraße 63 vorerst geschlossen bleiben, bin ich mir sicher, der Anblick von blühendem Krokus, Schneeglöckchen, Osterglocken oder auch Lenzrosen wird uns guttun.“

„Die Wiedereröffnung des Palmengartens ist ein Aufbruchssignal, ein Zeichen, dass mit dem Frühling auch wieder ein wenig Normalität Einzug hält“, erklärten Feldmann und Heilig im Vorfeld des Besuchs.

„Ein Besuch im Palmengarten ist wie Urlaub in der eigenen Stadt, ein Stück Süden mitten in Bockenheim“, sagte Feldmann. „Wir alle brauchen diese kleinen Fluchten im Alltag, jetzt umso mehr als sonst.“

Heilig wies auf einige notwendige Einschränkungen hin: „So werden wir bis Ende Juni keine Veranstaltungen und Führungen anbieten. Das bedauern wir sehr, aber gerade bei Veranstaltungen wie dem Rosen- und Lichterfest rechnen wir mit einem großen Andrang. Auch hier müssen und wollen wir uns behutsam in eine neue Freiheit vortasten und nichts aufs Spiel setzen.“

Termine für einen Besuch gibt es direkt an den Kassen beim Einlass. Eine Online-Reservierung ist (vorerst) nicht möglich. Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, zwischen zwei Zeitfenstern zu wählen: Bis 27. März (Winterzeit) von 9 bis 12.45 Uhr und von 13.15 bis 17 Uhr. Ab 28. März mit Beginn der Sommerzeit von 9 bis 14 Uhr sowie von 14.30 bis 19 Uhr. Die Zeitfenster sind verbindlich. Pro Zeitfenster können 1000 Gäste in den Palmengarten eingelassen werden.

Besucherinnen und Besucher gelangen ausschließlich über den Eingang Palmengartenstraße in den Garten. Dort lässt sich der Zutritt gemäß der Abstands- und Hygiene-Empfehlungen des RKI steuern, es kann an dieser Stelle nicht zu etwaigen Warteschlangen in einem geschlossenen Raum kommen. Bei der Wiedereröffnung nach dem ersten Lockdown im Mai 2020 hatte sich dieses Einlass-Verfahren als praktikabel erwiesen. Name, Anschrift und Telefonnummer der Besucherinnen und Bescher sind vor dem Einlass an der Kasse zu hinterlassen. Sie werden ausschließlich zur Ermöglichung der Nachverfolgung von Infektionen von der Verkaufs- oder Einlassstelle erfasst.

Die Drehkreuze hingegen bleiben geschlossen, da hier aus Datenschutzgründen keine Zugangsdaten gespeichert werden können. Besitzerinnen und Besitzer von Jahreskarten können daher nur über den Eingang Palmengartenstraße in den Garten gelangen.

Heilig sagte: „Manche unserer Besucherinnen und Besucher müssen vielleicht einen Umweg in den Garten in Kauf nehmen. Ich bitte dafür um Verständnis, uns geht es auch weiterhin um den größtmöglichen Schutz unserer Gäste und unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“