
„Unser Bildungssystem ist noch immer nicht in der Lage die sozialen Disparitäten auszugleichen.“ Deshalb, findet Degen, müsse es deutlich mehr Bewegung in der Schulpolitik geben. Bei der Schüler-Lehrer-Relation, dem Ausbautempo echter Ganztagsschulen und den Unterstützungssystemen für sozialpädagogische und individuelle Förderung gebe es noch viel Luft nach oben. „Den Lehrerinnen und Lehrern, die hervorragende Arbeit leisten, wird viel zu viel aufgebürdet. Sie stoßen zunehmend an ihre Grenzen und fühlen sich gezwungen Überlastungsanzeigen zu stellen. Lehrkräfte müssen angemessen bezahlt werden und Schulen brauchen mehr multiprofessionelle Teams und bessere Rahmenbedingungen, wenn in Hessen Bildung wirklich den Stellenwert hätte, den die Landesregierung immer wieder in warmen Worten beschwört“, so Degen.
Nach der aktuellen Studie liegen die Schülerinnen und Schüler in den Naturwissenschaften auf dem Niveau der Vergangenheit, stagnieren ihre Ergebnisse in Mathematik und erreichen nur leichte Verbesserungen beim Leseverständnis. Besonders auffällig ist, dass sich an der sozialen Ungleichheit im Bildungssystem nichts geändert hat: Kinder aus bildungsnahen und finanzkräftigen Elternhäusern haben weiterhin deutlich bessere Chancen in der Schule als Kinder und Jugendliche aus einem sozio-ökonomisch schwachen Umfeld.
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Text: Valeska Fuhr
Mitarbeiterin Pressestelle
SPD-Fraktion im Hessischen Landtag
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